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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1881-08-01 · Heft 8 (1.8.1881) · p. Seite 186

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
1 (1881)
Issue
Heft 8 (1.8.1881)
Date
1881-08-01
Page
Seite 186 (sequence 10)
Language
German
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186 erschaffenden Welt und Inbegriff aller Naturkräfte, findet er in 1 M. 1. 5 in dem Ausdruck: „Ein Tag", der zum Unterschiede von „erster Tag" die Schöpfung der einzigartigen Natur der geistigen Welt andeutet. Einen Beweis hat er dazu in 1 M. 2. 4 „ehe es auf Erden war", was er auf eine zweifache Schöpfung bezieht, der geistigen und der wirklichen Welt. Als Symbol dieser idealen Welt gilt ihm das Stirnbild des Hohenpriesters (2 M. 28. 82.) Die Zahl dieser göttlichen Urkräfte als sechs sieht er symbolisirt in den sechs Asylstädten, die Moses in 4 M. 85. 6 für Palästina auordnete, als 1. der göttliche Logos; 2. die schöpferische Kraft; 3. die königliche Kraft; 4. die gnadenvolle; 5. die gesetzgebende; 6. die Verstandeswelt, die mit Gott als dem Seienden sieben sind. Neben diesen wird auch von der göttlichen Urkraft, der Weisheit, gesprochen, die er als das höhere Princip faßt, aus der der Logos hervorgeht. Es wird von derselben ausgesagt, daß sie den göttlichen Samen empfange und die Welt, den sinnlichen Sohn, gebäre. Es werden der Weisheit dieselben Eigenschaften, wie dem Logos beigelegt. Daß mit dieser Zähl die göttlichen Urkräfte nicht begrenzt werden, vielmehr dieselben unzählig sind, weist er auf 5 M. 10. 17 hin, wo Gott König der Götter, der göttlichen Wesen, heißt. Auf die von diesen oben nanchaft gemachten zwei göttlichen Urkräfte, die Güte und die Macht, deuten in 1 M. 21. 88 die Namen: „des Herrn, des ewigen Gottes". Weiter erklärt er an 1. M. 17. 1, daß Abraham erst Gott als die göttliche Macht, aber darauf als die der Güte erschienen sei. Symbolisirt entdeckt er beide in 1 M. 3. 24. in den Cherubim vor dem Garten Eden; in 1 M. 18. 2. den beiden Gott begleitenden Engeln; in 2 M. 25. 18. in den Cherubin auf der Bundeslade. Auch die Rangordnung beider, wo die Urkraft der Güte die vorzüglichste ist, leitet er von 2 M. 25. 19. ab. Das Zusammenwirken beider sieht er in 1 M. 8. 23. bei der Vertreibung Adams aus dem Paradiese. Die Ausstrahlung dieser Kräfte aus Gott erweist er aus Jeremia 2. 18., lvo von einer Quelle des lebendigen Gottes gesprochen wird; ferner aus 1 M. 2. 7., wo von einem Hauchen Gottes die Rede ist. Daß Gott über diese Kräfte hinausragt und als ein Wesen für sich sei, das nicht in ihnen aufgeht, ergeben ihm die Worte 1 M. 18., wo Gott als dritter genannt ist, wo drei Maaß für drei Personen genommen werden, und 2 M. 25., wo Gott über den Cherubim wohne. Weiter ergiebt ihm 1 M. 22. 8. 4. „Abraham kam an den Ort", daß Gott durch die Urkräfte der Welt gegenwärtig und nahe sei. Ferner erweist er ihre Wirksamkeit bei der Schöpfung aus 1 M. 1. 26., dem Plural „Wir wollen den Menschen machen", ebenso aus 1 M. 8. 22., wo Gott sich au sie wendet, wenn er etwas ausführen will, Josua 2. 11. „Gott ist int Himmel oben und auf der Erde unten", wo das Untensein Gottes auf die göttlichen Kräfte bezogen wird u. a. m. Wir sehen aus diesen Beispielen zur Genüge, wie Philo sich bemüht, sein Philosophen: von den Urkräften mit der Bibel auszugleichen oder dieselben in ihr nachzuweisen. In noch auffallenderer Weise geschieht dies t>. von seiner Logoslehre. In 2 M. 83. 22. soll „die Herrlichkeit Gottes" der Strahlenglanz Gottes der Logos sein. Auch das in 1 M. 28. 17. und 2 M. 25. genannte „Haus Gottes" soll den Logos andeuten. Die Unnennbarkeit Gottes veranlaßt ihn zu der Annahme, daß unter den Gottesnamen in der Bibel der Logos gemeint sei. Den Logos als Abbild Gottes und Stellvertreter Gottes findet er in 1 M. 81. 13. „Ich bin der Gott Bethel" (Haus Gottes) d. h. „Ich (der Logos) bin der Gott, der an der Stelle des höchsten Gottes dir erschienen war". Die Gottähnlichkeit des Menschen als auf den Logos beziehend, erweist er aus 1 M. 1. 27., weil es

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