Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 3 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 519 (sequence 120)
- Language
- German
- Belongs to
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519 nämlich der Widersacher (svwi dieser 1^ und der Todesengel identisch wäret?/ oder was dasselbe, daß al« l«? dl-eien Vorstellungsarten ein Gemeiubegriffzu Grunde liege, scheint hervorzugehn, daß sie an eine (nothweadige) Einschränkung der menschlichen Na:ur überhaupt dachten. Der Tod stünde dann als Repräsentant physischer, die Leidenschast als Repräsentant psychischer oder sittlicher, und der Satan, Bild des objectiven Uebels in der Natur, als der, intellectueller Einschränkung (die uns die Vollkommenheit derselben nicht erkennen lasse). Ich verweise meine Leser übrigens noch auf l'r. 6ucca 5. 52, wo verschiedene Ansichten über das Wesen der Begierden und der daraus folgenden Behandlungsart unter dem Ausdruck 7 verschiedener Namen des INN in der H. S. (nach dem bekannten Gebtauch des Namens für den Begriff), und auf eine — in I'r. Nidda angeführte — getheilte Meinung der Rabbinern Ob die natürliche Bildung des Menschen allein an und für sich, oder erst sein Eintritt in die Welt und ihre Verhältnisse, die Erscheinung derBegierde verursache, (die dort genannten Zeitbestimmungen müssen nämlich tropisch für Causa! - Verhältnisse genommen werden, 22) So sehr ich auch gestehe, daß die Hermeneutik einzelner mythenarriger Lehren des Orients unsicher ist, und nur aus dem Geiste des Ganzen, dessen allgemeines Merkmal hier ia einer Versenkung des dunkelen Begriffs in eine Anschauung, um ihn so im individuellen Bilde zu erhalten,;u setzen, richtig aufgefaßt werden kann; so ist doch eine gehörige Würdigung derselben uns allererst nach einer Uebeilragung derselben in eme deutliche Sprache unseres Zeitalters möglich. Der Hietaus entspringende Fehler des Zuviel, das aber nur die Fot« des Begriffs, Klarheit und Deutlichkeit betrifft, ist in Vergleich mit dem Zu-wenig einer bloßen Uebersetzung, die das Wese»