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Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums · 1823-01-01 · 3 (1823) · p. Seite 515

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Journal
Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
1822-1823
Issue
3 (1823)
Date
1823-01-01
Page
Seite 515 (sequence 116)
Language
German
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615 Zerstörung desselben aber bediente man sich dessen willkührlich an jedem Orte, in einer Versammlung, besonders zur Entscheidung einer Frage, die man dem Urtheile der Menschheit nicht überlassen wollte. Von dieser Art ist das, welches in einem Concilio zu Jamnia den Lehren der Hillelschen Schule huldigte, und ein Anderes, das bei ähnlicher Gelegenheit zu Jericho Einen aus der Versammlung (worunter sie den Hillel verstanden) für den Geheiligten erklarte.") — Merkwürdiger ist uns daher die zweite Art, ein übliches Privatorakel. Es bestand mit kurzem in folgendem: Wollte man sich des Erfolgs irgend eines Unternehmens vergewissern, so fragte man einen zufällig begegnenden Knaben nach feinem Vers aus der H. S.; war nun der Inhalt desselben auf den vom Fragenden im Sinne geführten Gegenstand anwendbar, so ward dies als ein göttlicher Ausspruch angesehn, wonach jener handelte. Die Beläge hiezu findet man 1>. f. 95 <n!. 2, lünsZiZa 5. 12, 1>. (5ittiQ 5. 63, u. a. O. Hierin 13) S. l'r. 8aoke<!. am bereits angeführten Orte, wo noch eins dieser Art in der nämlichen Formel erzählt wird. Tofavhoth will in der Etymologie den Wiederhat! finden. Es wäre demnach eine Auslegung der letzten Sylben der Frage desselben darunter zu verstehen. Sorgfaltig sind jedoch die Stellen hiervon zu scheiden, wo das Wort nur in einer Darstellung irgend einer Wahrheit eines Sayes vorkommt; indem es dort eine göttliche Stimme überhaupt bedeutet, der das gewöhnlich durch eine vorbereitende Er;ahlung versinnlichte Urtheil, (oft in der Formel eines Verses aus der Schrift) zur Bezeichnung sei, ner Authenricitat und Evidenz in den Mund gelegt wird. Hie, her gehören 1r. Lerack. k. Z. Lad. f. ZZ und 5Z, kosck lisscd. t. 21. I'aau. k. 10 und 76. L-ub. 5. 9. ^oma f. 19. und meh, rere andere Stetten. Ll 2

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