Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 3 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 516 (sequence 117)
- Language
- German
- Belongs to
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510 s?l!ndie Meinung ausgesprochen seyn, daß ein solches Zusammentreffen zweier Individuen, die in (möglicher) Relation stehenden Ideen sich unbewußt äußern, von der Vorsehung unmittelbar verfügt, und der Spruch von ihr eingegeben seyn müsse, und der talmudische Referent eines solchen, einst von N. Johanon einer Reise wegen zu Nathe gezogenen Orakels, wonach dieser die Reise aufgab, welches aber nicht der Wirklichkeit gemäß gefunden wurde, glaubt jenes daher dennoch rechtfertigen zu müssen, und meint, die Vorsehung hätte dem guten Rabbi nur der Mühe der Reise überheben wollen. Uebereinstimmender mit den obigen Ideen würde es aber seyn, wenn wir annehmen, daß (im Falle der Gefragte den ihm eben einfallenden Vers hersagte) hier die Vorstellung zu Grunde liege, daß ein Einfall, d. h. ein in den vorhergegangenen Ideen des Subjekts nicht gegründeter Gedanke mit den Vorstellungen eines Andern, nach der einmal dunkel gefaßten Einheit in der Gesammthcit aller Vorstellungsvermögcn, im Zusammen» hang stehen müsse. War diese Beziehung nun zwischen denen des Fragers und des Gefragten zu finden, so ward sie, als dem Allgemeinen gehörig, und für objecto gültig angesehen. Hieran würden sick denn auch anschließen die von demselben angegebenen Kennzeichen der 6. Ahnungen. Rab. Johanon behauptet (l'r.Ler.5.56.): Fallt jemanden beim Erwachen ein Vers aus der Schrift ein, so sey dies einem Prophetlsm von geringerem Grade gleich zu achten.") Ein plötzlicher Einfall also, 10) 1? ^2 IIN"? P1V2 1^ ^7221 ^55 NNI^