Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 3 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 512 (sequence 113)
- Language
- German
- Belongs to
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512 innere Zustand so als durch äußere Einwirkung geschehen — eine bekannte Function der Einbildungskrast — dargestellt wird, geschlossen werdet, welches letztere dann wiederum das Wirklichwerden desselben hoffen ließ. Eben so konnte eine aus der Lage und dem Charakter des Träumenden entspringende Furcht vor einem ahnlichen Schicksal/ das mit diesem verknüpfte individuelle Bild des bekannten Mannes in der Vorstellung hervorbringen. — Was nun endlich die Anwendung eines Verses aus der H. S. zur Auslegung betrifft/ so läßt der ausgedehnte und mannigfaltige Gebrauch derselben vermuthen, daß das Wort, oder der mit ihm verknüpfte Begriff/ als Bruchstück einer aus den nachher wieder vergessenen Versen geflossene Vorstellung betrachtet wurde; daher denn in dem Sinne des Ersteren die zu Grunde gelegene Vorstellung gesucht werden konnte. Wem dies nicht genügt, der mag diese letzte Weise als ein Nothnüttel in Mangel anderer Auslegungsgründe gebraucht/ ansehen. Was uns in dieser Ansicht bestärkt, ist die Aeußerung einiger Rabbinen, die nur folgenden Traumen eine gewisse Erfüllung zusichert, nämlich: s) Einem Morgentraum, d) einem dieDeutung in sich enthaltenden, und Geiseln individuelles, bloß auf sich eingeschränktes Ich sich widersetzt, und Schwierigkeiten auf Schwierigkeiten häuft, wird von ihr 'in einem Zweigesprach zwischen einem Engel Gottes, als äußere Ursache des Ersteren durch ihn personificirt. Während dieser Persom'fication fallt die Einbildungskraft aus dem Bilde in den vorgestellten Begriff zurück. Ein solcher, durch das Abspringen von einer Vorstellungsart in die Andere verursachte, Uebergang zum reinen Begriff wird auch von den Rabbinen als Phänomen des Traumes unter dem Ausdruck: M^7N QI^N ^1N2 //Auslegung des Traumes im Traume" erwähnt.