Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 3 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 503 (sequence 104)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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503 Rabbinen hin und wieder gelegentlich hingestreuten Bemerkungen und Vorschriften die auf unfern Gegenstand Bezug haben/ die Rede seyn kann. — Zur besseren Uebersicht wird es uns zuförderst nöthig seyn, unfern Stoff zu clasflficiren, und zwar der Haupteintheilung nach in: I. Göttliche Einflüsse; II. Menschliche Seelenwirkungen. Erstere zerfallen wiederum in ^. Träume; L. Orakel; 6. Ahnungen. ^. Träume. Es ist bekannt, Haß man jederzeit das, aus Mangel an Einsicht, nach Naturgesetzen Unerklärbare zum unmittelbar Göttlichen erhob. Man suchte nämlich da, wo man den allgemeine und bestimmende Gesetze fordernden Verstand nicht beruhigen konnte, wenigstens die nur nach einer Aehnlichkeit zur Vergleichung fragende Einbildungskraft (durch Annahme einer der menschlichen Weise analogen Handlung der Gottheit) zu befriedigen, und hielt die Erscheinung nun für erklärt. Das Gebiet der Träume hat diesen erhabenen Platz, sowohl durch die innerhalb derselben anscheinend herrschende Gesetzlosigkeit, als auch durch den während des Traumes eintretenden halbklaren Zustand eines nur des Afficirt - Werdens sich bewußten Bewußtseyns, das den Schein einer von außen her darstellenden Hand an sich trägt, am längsten,— obgleich mit immer zunehmender Beschränkung — behauptet. Hören wir nun was die Talmudisten, als einzig litteräres Organ damaligen Volksglaubens und damaliger Weisen-Lehren betrachtet, darüber