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Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums · 1823-01-01 · 3 (1823) · p. Seite 502

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Journal
Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
1822-1823
Issue
3 (1823)
Date
1823-01-01
Page
Seite 502 (sequence 103)
Language
German
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S02 zu retten. Nicht so der die Litterär-Geschichte einer besondem Nation Verfolgende; nichrs drangt ihn in feiner engen Sphäre über die bloßen Facta hinauszugehen/ und er rümpft entweder selbstzufrieden die Nase, oder, wenn etwa jene von der Art sind/ daß sie die Macht der Autorität auf ihn üben, er nimmt sie schweigend an. Und doch gewinnen wir auch hier nur dann mehreres Licht, wenn wir der freyern Ansicht Raum geben/ daß nicht die materielle Wahrheit (als Resultat), sondern die höhere Thätigkeit des Geistes (die freilich durch die Realität, mithin Fruchtbarkeit, jenes gefördert wird), nach jener ringend, das Ziel des intellectuellen Lebens sey. Diese kann nun wohl durch mancherlei Ursachen als Täuschung der Einbildungskraft, Erziehung, Gewohnheit u. s. w., in ihrem Fortgange gehemmt, aus ihrer ursprünglichen Richtung gebracht, aber nie unterdrückt werden, und manchmal sehen wir sogar das merkwürdige Schauspiel, daß die eingeschränkte Extension der Erkenntnißkräfte, nur ihre intensive Regsamkeit (welche zwar eben deswegen von keinem reellen Werthe) vermehrt. Merkwürdige Beispiele hierzu sind die scholastische Dialektik, und die rabbinische Ritual- Dogmatik. Diesen Gesichtspunkt meinen Lesern vor die Augen rückend, mögen diese mir nun in die subjective Ideen- Welt der Juden des ersten bis vierten Jahrhunderts, die psychischen Wirkungen und Phänomene betreffend, folgen. Man erwarte aber da keine vollständige Darstellung ihrer Meinungen über alle zu einer empyrischen Psychologie gehörende Gegenstände, wo nur, dem Gehalte der Quellen nach, von einer (in einem Principe gegründeten) Ordnung «nd Sammlung aller von den

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