Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 3 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 497 (sequence 98)
- Language
- German
- Belongs to
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497 jluß auf den besonnenen Mann etwas nachläßt, erfolgt seyn soll. Er drückt sich daher über die Zeiten nur unbestimmt aus, und rückt die Begebenheiten an einen Ort ein', wo er ihre Ereig. nung am passendsten findet: die Volksversammlung nach vollen, detem Tempelbaue, und die Gottlosigkeit des Königs unmittelbar vor der Handhabung der göttlichen Strafe. — Geht dem Futuro nicht »s, sondern (Locak. also) voran, so drückt es ein bedingtes Perfeetum aus, bey dem der bedingende Satz fehlt. Der einzige mir bekannte Beleg hierzu ist: O^O^N ^72 21^55 coeak ja'c« ILob ksl ksjamim; also würde liob beständig gethan haben (Job. I- 5,) wenn er nicht daran verhindert worden wäre. Mit Bestimmtheit konnte der Dichter nicht gut die künftige Handlungsweise seines Helden wissen.- Den Thalmudisten war diese Anomalie nicht unbekannt, aber weil sie sie dennoch meistens als ein Perfectum betrachten zu müssen glaubten, leiteten sie eine mystische Bedeutung des Verses daraus ab. So z. B. sagen sie, Masche habe jenes Lied nicht bloß beym Uebergange über das rothe Meer gesungen, sondern werde es auch bey der Auferstehung am jüngsten Tage singen. Ferner: Schlomoh würde dem Kamos einen Altar erbauet haben, wenn es nicht verbuchen gewesen wäre. Er wollte bauen, bauete aber nicht, sind ihre Worte, (ct. Rascdi comm. ia 2 Alks. XV, 1.) (12. NVO. (^llzcdns) das wiederholte, A ra<1!ce N^A. (Sckanad) in der von dem Zahlworte 2 abgeleiteten Bedeutung des Wiederholens, des noch einmahl Thuns. So: Zll^-Z N!?"M ^755 M^?NN MMN ^1 l,^nori. kacklorri ei?arrok xarnajim; was aber die zwiefache Wieoerhvlung des Traumes Pharaos betrifft. 1. M. Z2). (13. aä x. 482.) O^^n^ (co!»anim kal^jlm,) zugesellr»'—;u einem gewissen Dienste bestimmte—Priester. Das Wort Lewi ist hier ein Beywort. Die Richtigkeit dieser Etymologe, und die Falschheit der gewöhnlichen Uebersetzung: Priester aus dem Stamme Lewy, wird man wohl leicht einräumen. Alle Priester waren ja aus diesem Stamme. Man wird aber die nähere Bedeutung dieses Ausdrucks noch bestimmter erfahren, wenn ich Zeit gewinne, meine Anlicht über das Verhaltniß dieses Stammes in einem eigenen Capitel auseinander zu setzen. 1.Bd.3.H. Kk