Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 3 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 495 (sequence 96)
- Language
- German
- Belongs to
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495 (7.a.!bi<z.) N2^N kalscsti. eigentlich der Gang, bedeutet in der Rabbinischen Sprache denkst. Lau», er eontr. einer unter den Gelehrten obwaltenden Streitsache. Oft wird dieses Wort für NH^il (peack dalacs) äeci5um, genommen: ttslaca wie v.adbi, das äeeisuru fiel nach Rabbis —!. e. kadbi ^uda des Großen — Meinung aus. Im vorliegenden Falle sind Kslscock I'moscke m'cwaj, die dem M. auf Llosj mündlich mitgeteilten Zusätze. (8. »6 p. 477.) Jene 13 Regeln sind meistens ganz richtig; selbst die Erklärung eines Gesetzes durch Paralellisirung mit einem andern, (MV N"^7A Q'5ersK ScoawsK) ist dem Printip nach sehr zulassig. Nur wird leider von dieser Regel oft der widersinnigste Gebrauch gemacht, und die Thalmudisten, dies selbst fühlend, rechtfertigen sich damit, daß ihnen dieser Gebrauch durch eine von ^6 abstammende Überlieferung bekannt wäre. msmrim. — Dtt Worte N^IO^N ^LO (m'p» dasckmusk) habe ich durch: Tradition, (Hören sagen,) also wörtlich übersetzt. Ich weiß recht gut, daß man unter diesem Ausdrucke eine göttliche Offenbarung zu verstehen vstegt. Aber der ganze Au, sammenhang, und des Verfassers bekannte Denkungsart, weise« wohl darauf hin, daß er jene mystische Bedeutung nicht mit diesem Ausdrucke verbunden wissen wollte. Ueberdieß sagt er ja IIO^V. (Lckelomäu, erlernt haben) was durchaus keinen andern Smn zulaßt, als den natürlichen. (10. aä x. 480.) Ramban (comm. in 5 Ar. XXVII. Z.) sagt: „Dieß wird begreifleich, wenn der Stein entweder sehr groß, oder die Sache mit einem Wunder zugegangen war." Man muß aber nicht glauben, —was ich hier ein für alle Mahl bemerken will — daß sich die Ausleger mit dergleichen Erklärungen selbst begnügten. Sie waren viel zu verstandig, um sich, und viel zu ehrlich, um andere auf eine so plumpe Weise tauschen - zu wollen. Sie suchten vielmehr dadurch ihre bessern Schüler auf die Schwierigkeit aufmerksam zu machen, ohne dem Schwachen im Volke ein Aergerniß zu geben, und fügten daher nicht selten die Worte hinzu: der Kluge versteht's und schweigt.