Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 3 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 493 (sequence 94)
- Language
- German
- Belongs to
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493 (2. aä x. 475.) Unter vielen andern Stellen führe ich nur folgende ain s-^tt^ NNd^ N2 W"Q^l d. h. die mündlichen Sachen, darfst du nicht schriftlich vortragen- Der Commemator Raschi zu dieser Stelle (l^slm. rracr. <3itt!n sol. 60- 2.) fugt hinzu: „Daraus lernst du, daß auch den Thalmud zu schreiben nur erlaubt wurde, weil man das Gesetz vergießt." Man begreift wohl leicht, warum Raschi der Sache diese Wendung zu geben sucht. (Z. sä 475 ) Diese kühne und aus der Luft gegriffene Behauptung wird im Thalmud gewaltsam aus 2. M- XiX. 7^ und XV. 25, so wie aus 5. M-1, 5abgeleitet'. (Vergl. hierüber l'kalm. rracr. sekabark 5o1. 87, 2; hanksllrin toi. 26. 2; zum andern der a. Verse.) (4. aä p. 476.) S. I'dalm. nscr. ^anl^eörili c. 1. In die, fem Jahre horte zwar die eigentliche prophetische Gabe auf; indessen sollen die nachfolgenden Männer noch eine Zeit lang in ihren Entscheidungen durch die sogenannte Tochterstimme (Tack k<zi) und den heiligen Geist geleitet worden seyn. Zur Erläuterung des im Texte gleich hierauf folgenden, ist zu bemerken, daß im Thalmud (rracrar m'^Ua c. 1.) ein Streit zwischen R. Schimeon Sohn Karcha und R. Nachmon Sohn Iitzchak obwaltet, ob Lsra und Malachi eine und die nahmliche Person gewesen ist, oder nicht. Man halt sich hier an das natürlichste, und entscheidet, wie der Rabbi Abraham Ben Dav'd, Rabad genannt, in seinem Traditions-Büchlein (Lexker kadalatk Laral-aä) berichtet, nach N. Schimeon, für die Verschiedenheit der Personen. Auf alle Fälle nimmt man aber an, daß sowohl Esra, als Chagi, S'chariah und Malachi in dem gedachten Jahre todt waren. (5. aä x. 477.) Im Thalmud (rracrar 8eksclnm 5o!. 59, 2, und rract. moeä. ksraa c. 1.) werden Beispiele dieser Art an, geführt. (6. aci p. 477.) Im Thalmud (1>act. L'rackoll, fol. Il9. 2.) beißt es: 1N^2OO55^N ^1 155^55 s)2^1 d. h., alle Menschensatzungen erhalten ihre Unterstützung durch das Verboth: du sollst nicht abweichen u. s. w.