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Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums · 1823-01-01 · 3 (1823) · p. Seite 490

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Journal
Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
1822-1823
Issue
3 (1823)
Date
1823-01-01
Page
Seite 490 (sequence 91)
Language
German
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490 mit göttlichem Finger geschrieben;" (2. M.XXXI, jg) ein anderes Mahl: „Mosche wendete sich und stieg vom Berge herab, mit den zwey steinernen Tafeln in der Hand." (idicZ. XXXI!, 15.) Was auf dieser göttlichen Urkunde gestanden habe, die Zehngebothe oder nicht, dieß fehlt in dem Berichte völlig. Ja, selbst von den zum zweyten Mahle angefertigten Tafeln, heißt es bey unserm Verfasser bloß: „Es sprach Jehova zu Mosche, haue dir zwey steinerne Tafeln, den ersten gleich, und ich will auf diese die Worte schreiben, die auf jenen waren, die du zerbrochen hast." (idicl. XXXIV» t.) Abermahls nichts über den Inhalt derselben! Wie bestimmt spricht sich aber der Vf. des 5ten Buches auch hierüber aus! „Er, (Jehova) schrieb, so heißt es bey ihm, auf die Tafeln, das schon einmahl geschriebene, jene zehn Worte, die Jehova euch auf dem Berge gesagt hat." (5. M. X, 4.) Wollten wir noch weiter gehen, so könnten wir, aus dem Umstände, daß der Vf. des zweyten Buches seine Zehngebothe dem Elohim, und nicht dem Jehova in den Mund legt, (). M. XX, 1) wohl abnehmen, der Verfasser, sich selbst der nicht völligen Genauigkeit seiner Abschrift bewußt, habe Scheu getragen, sie als von Jehova herrührend, auszugeben.") Indessen sind diese Gründe viel zu schwach, um darauf, gegen Aben-Esra, den Schluß zu bauen, daß der Dekalog des fünften, und nicht der des zweyten Buches, mit den Worten der steinernen Tafeln übereinstimme. Ueberdieß ließe sich diese Behauptung nicht füglich mit einer Thatsache vereinigen, die uns die Geschichte aufbewahrt hat. Jene Tafeln waren zu Schlomahs Zeiten noch gewiß vorhanden. Beyde Geschicht-

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