Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 3 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 482 (sequence 83)
- Language
- German
- Belongs to
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482 Kindern Jisraels geschrieben hat. Manz Jisrael, seine Aeltesien, Beamten und Richter stehen («c. bey solcher Gelegenheit, LD'NO!? omdim, in xrae5.) hie und da um die Bundeslade, dicht bey den zum Tragen der Bundeslade Jehovas zugesellten Priestern;") Fremder und Eingebohrner unter einander; zur Hälfte mit dem Gesichte gegen den Berg Grisim, zur Hälfte gegen den Berg Ebal gekehrt.^ Nach dem Befehle Mosches, des Knechtes Jehovas, war es erforderlich, das Volk zuerst zu segnen; dann aber las er alle Worte des Gesetzes, den Segen und den Fluch, ganz so, wie es im Gesetzbuchs steht. Es gab keine Sache von allem, was Mosche befohlen hatte, die I. nicht der ganzen Gemeinde Jisraels, den Weibern, Kindern und mit ihnen ziehenden Ausländern vorgelesen hatte." (Joh. VIII, 30—35.) Der unbestimmte Vortrag dieses Berichts, die Berufung auf eine Gesetzsielle, die er enthalt, und die eingeschobene Beschreibung der Art und Weise, wie das Volk bey solcher Gelegenheit zu stehen pflegt, geben wohl Veranlassung die Frage aufzuwerfen: erzählt uns der Geschichtschrciber hier eine ihm als wirklich geschehen bekannte Thatsache, oder nur die Muthmaßung, daß fie wohl geschehen seyn wird, weil er den Befehl dazu in dem zu seiner Zeit") schon vorhandenen geschriebenen Gesetzbuchs vorgefunden hatte. Er laßt diesen Befehl nicht gleich nach dem Uebergange über den Jordan, sondern nach der Einnahme von Aj vollziehen, weil ihn die drey Tage, wo man sich im Lager aufgehalten hatte, ohne vorzurücken, die einzige und schicklichste Zeit zur Vollziehung desselben zu seyn dünkten. Ja, wenn wir noch weiter gehen, und wie man eigent-