Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 3 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 424 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2969091-2969092-2969095--443-2969548- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
424 gemeinen, daß diese verkauft werden, und nicht im väterlichen Hause erben, nicht aber, daß sie gerade ausnahmsweise verkaust seyen. Der Kauf, als Eingehungswcise der Ehe, führt aüf den Chavacter der Ehe überhaupt, welche wesentlich Polygamie ist. Man braucht in der vormosaischen Zeit nur auf Jacob, in der spateren Zeit nur auf den Vater des Samuel,") auf David und Salomon zu vorweisen.Wer auch Moses selbst setzt häufig bei Entscheidungen über andere Fälle, namentlich über die Erstgeburt, das polygamische Leben so sehr voraus,^) daß es fast unerklärlich bleibt, wie doch so oft an Mosaischer Polygamie hat gezweifelt werden können. O9 diese Vielweiberei ein mehr als erlaubtes, ein auch begünstigtes Institut gewesen sey, ist freilich eine andere Frage, die allerdings verneint werden muß. Mehr als alle psychologischen und arithmetische Gründe, die Michaelis") in dieser Hinsicht hervorgchlcht hat, scheint der Umstand zu sprechen, daß dem obersten Priester nur eine Frau zu nehmen vergönnt war,") sb wie dee andere, daß Moses dem künftigen Könige Israels ausdrücklich die übergroße Vermehrung der Frauen veri'^i, Sam. 1, 2. 43) I. Reg. XVIII. V. 27. II. keß. III. V. 2—5. I. I>aral. VII. 4-?astorer kistoiro <Ze 1a I.eZis!atioo, Paris 1817. HI-517,516. 14) Osurer. XXl. 15-17- 15) Mosaisches Recht II. 137, 143. 16) Freilich ist dies nicht direct befohlen, folgt doch aber Wohl aus dem argumentum a contrario des I^evit. XXI. 13, nwtt NP''