Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 3 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 423 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2969091-2969092-2969095--442-2969547- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
423 sott sie Heirathen/ d. h., er soll sie sich zur Frau kaufen müssen.^) Von einem solchen Kauft meldet noch der Prophet Hoseas, daß er die eigene Frau um 50 Seckcl halb in baarem Gelde halb in Gerste erstanden habe.') Daß dies auch der Preis für einen leibeigenen Knecht gewesen sey, hat zuerst Michaelis °) herausgebracht/ dem alle neueren Archäologen ^) hierm gefolgt sind. Noch eine andere Eingehungsweise der Ehe als den Kauf, hat Michaelis") in den Mofaischen Urkunden entdecken wollen. Ohne sich weiter auf die festere Bestimmung derselben einzulassen, will er diese andere Weise aus der Klage der Töchrcr Labans entnehmen, welche sich darüber beschweren, daß ihr Vater sie verkauft habe,") oder auch wohl aus der größeren Ge» Walt, die Sara und Rebecca im Hause gehabt zu haben schienen, was darauf hinweise, daß sie nicht gekaufte Frauen sind. Diese Gründe sind äußerst schwach, Wo die Quellen ausdrücklich von keiner anderen Eingehungsweise, als vom Kauft reden. Die Töchter dc6 Laban beklagen sich über das Loos der Frauen im Allfy Hxot!u5XXll.i5.16. ve.ul XXll.29. Der Kaufpreis helpc Saul laßt dem David sagen, er habe im Sinne, für seine Tochter Michal keinen anderen ^NÄ zu verlangen, als hundert Phitistervorhaute. Samuel I. XVIII. 25. 7) Höfas III. 1, 2. 6) Mosaisches Recht II S- 57. 9) De Wett.' Archäologie i - 193. 10)' Mosaisches Recht 11. S. 68. 11) Qvuesiz XXXI. 1ö. 16.