Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 3 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 413 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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413 daher nur noch für Ästen, daß die oben angemerkte innige Verbindung zwischen der Natur, Sitte u. s. s. auf den Zustand der empirischen Naturwissenschaft allhier denselben Einfluß ausübe, wie die oben ebenfalls 5) kurz charakterifirte, leere Einheit des absoluten Asiens selbst und die daraus sich ergebende Naturphilosophie; — d. h. sie hindert wie diese das Gedeihen des Studiums der Natur. Um nämlich den Asiaten gleichsam für seine nichts zu denken und nichts zu fühlen gebenden Naturkräste zu entschädigen, macht sie, daß bei der Einerleiheit des Gefühls und Gedankens zwischen Mensch und Außenwelt dieser die ganze Außennatur mit seinen eigenen menschlichen Gefühlen, Leidenschaften und Gedanken bevölkere. Es trägt also der Mensch seine eigene Individualität in die Außennatur hinüber, und durch dieses fremdartige Kolorit des angeschauten Gegenstandes verbirgt sich ihm natürlich dessen eigenthümliche und wahrhaste Farbe; und der Mensch sieht in der ganzen Außenwelt nur sich und seine eigene Subjektivität, wie in einem Spiegel, wieder. Der Spiegel selbst aber ist der glatt geschliffene, klare, durchsichtige Kristall, welcher als solcher seinen Blicken ent» gehet. Und dieser Spiegel nun stellet uns die sämmtlichen Kräfte und Gesetze der finnlichen Materie in ihrer gemeinschaftlichen Thätigkeit dar; er drückt also daS eigentliche Sein der Außennatur aus, und für dieses wahrhafte Sein der Sinnenwelt nun als das Währe und mithin auf ihrem Standpunkte gleichsam Göttliche «) S. 405. ö) S. 407.