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Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums · 1823-01-01 · 3 (1823) · p. Seite 410

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Journal
Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
1822-1823
Issue
3 (1823)
Date
1823-01-01
Page
Seite 410 (sequence 11)
Language
German
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410 will der Europäer sich durch irgend Etwas im Oriente empfehlen, so sind es bekanntlich diese Wissenschaften, wodurch es am Besten geschieht. Und dennoch gehet die Kenntniß der Asiaten von ihnen nicht viel über den ersten, leichteren Anfang hinaus; dennoch zeigt sich in denselben ein eben so langsames Vorschreiten / wie in den Verfassungen, Gesetzen und Sitten des Orients überhaupt. Wollten wir uns daher die Beweisführung der obigen Ansicht von dem Zustande der Naturwissenschaft in Aßen leicht machen, so brauchten wir zu dem Behuf nur bei dieser Thatsache stehen zu bleiben, und sie allein spräche schon hinlänglich dafür. Wir haben diesen Kunstgriff jedoch nicht nöthig, und gerade diese Achtung des Orients selbst gegen das Studium der oben bezeichneten Naturwissenschaften zeuget von der Wahrheit des Satzes. Der Astate gehet nämlich nur aus Noch oder Bedürfniß an das Studium der endlichen Natur; und weil nun Mathematik, Astronomie/ Medizin und einige andere Theile der Naturwissenschast dem Menschen unter allen Verhältnissen des Lebens vor dm übrigen besonders nothwendig und nützlich sind, darum betreibt er sie auch am Eifrigsten, und kümmert sich um die anderen öfters ganz und gar nicht. Dabei hält er jedoch seine Berechtigung zu einem solchen Studium der Natur für so gering, daß er selbst dem durch lange Beobachtung heraus gefundenen und in seiner ganzen Allgemeinheit angeschauten Naturgesetz für eine Klasse von Erscheinungen nicht trauet, und für jeden besonderen Fall dieselbe Beobachtung wiederholet. Ungefähr, doch nicht ganz so, wie das ehemalige, jüdische Synedrium die jedesmalige Erscheinung des Neumondes zwar geni»u im Voraus berechnen konnte,

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