Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 3 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 409 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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409 für die auffallendsten Naturerscheinungen, welche fie nicht einmal erklaren, geschweige sonst eine Thätigkeit gegen einander ausüben;— also die leeren Emanationen Asiens aus seinem eben so leeren Absoluten. In ihrem Verhaltnisse zu einander ist der Zusammenhang dieser Emanationen als der bloße ZahlenconnexuS in dem Momente seiner räumlichen oder zeitlichen Konkretion bezeichnet, und das Wesen der einzelnen Emanation selbst und ihr Unterschied von jeder anderen ist durch die Zahl als die so und so vielste Emanation aus der Gottheit ausgedrückt. Da nun aber die Zahl und die Quantität überhaupt eine solche Bestimmung an den Dingen ist, wodurch die Wesenheit derselben gar nicht berührt oder verändert wird: so zeigt flch uns die Bedeutungslosigkeit der asiatischen Naturkräfte an dieser Emanationslehre in ihrem hellsten Lichte. Und nun erklärt es sich leicht, wie durch diese Beschaffenheit der asiatischen Naturphilosophie selbige in ihrer konsequem testen Ausführung, zu der sie im Pythagoräischen Zahlensysteme gelangte, dahin kommen konnte, die ganze Welt des Wirklichen ihrem Begriffe nach aus den bloßen Zahlenverhältnissen zu konstruiren. Und so finden wir es denn schon in der spekulativen Ansicht Asiens von der Natur tief begründet, daß die empirische Naturwissenschast hier keine große Epoche der Ausbildung machen kaun. Noch deutlicher wird sich uns dieses aber offenbaren, wenn wir den Zustand der empirischen Naturwissenschaft in Asien jetzt selbst seinem wesentlicheren Umrisse nach etwas näher in Betrachtung ziehen. Der Asiate hat die Mathematik, Astronomie und Medizin schon Jahrtausende lang eifrig bearbeltet; und