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Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums · 1823-01-01 · 3 (1823) · p. Seite 408

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Journal
Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
1822-1823
Issue
3 (1823)
Date
1823-01-01
Page
Seite 408 (sequence 9)
Language
German
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408 bestimmungslos, ohne allen Inhalt vorgestellt werden soll/ mithin eben diese starre Unempfänglichkeit gegen jede Vielheit innerer, konkreten Verstandesbestimmungen dem Asiaten das Höchste ist. Wird ja die sinnliche Welt und der Mensch in seiner Beschränktheit in einem großen Theil von Asien als der Abfall von der Gottheit oder als Sündenfall bezeichnet; und sucht ja der Hindu durch das Abstreifen alles Besonderen und Bestimmten an ihm vermöge ewiger Bußübungen zu der abstrakten/ göttlichen Eins selbst zurückzukehren. In der asiatischen Naturphilosophie kommt daher, wenn man von den dabei obwaltenden, unwesentlichen Modifikationen derselben unter den einzelnen asiatischen Völkern abstrahirt/ die ganze spekulative Ansicht der Außennatur darauf hinaus, daß jede Klasse oder Gattung von Naturerscheinungen und Naturkörpern unter dem Bilde einer besonderen Kraft vorgestellt werde. Diese Kräfte sind jedoch nicht, wie unsere Abstoßungs-, Anziehungs- oder Schwerkraft, die letzten, nicht weiter erklärbaren Träger von den Erscheinungen der Sinnenwelt/ wobei die Kräfte selbst an diesen/ als an ihren Wirkungen/ ihre bestimmte/ positive Bedeutung haben, und nur durch und in ihnen als die wesentlichen Jnhärenzen oder Modifikationen der endlichen Materie unter dem Bilde einer ursachlichen Kraft existiren; sie sind auch nicht, wie die Griechisch-Aristotelischen Elemente, die einfachen Konfigurations-Zustände von Stoffen, woraus alle einzelnen Naturgebilde sich bilden sollen. Vielmehr bestehet das Wesen dieser astatischen Naturkräfte gerade darin, gar keine Thätigkeit zu äußern und keinen Zustand zu fixiren; sie sind also auch eigentlich gar keine Kräfte, fondern nur bloße ruhende Namen

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