Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 2 (1822)
- Date
- 1822-01-01
- Page
- Seite 398 (sequence 204)
- Language
- German
- Belongs to
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398 schaff durch Fleiß/ Treue und Kenntnisse auszeichnen, Belohnungen, Auszeichnungen und Prämien zu Theil werden. (Lauter gute Mittel zur Aufmunterung, die aber nicht vom Staat ausgehen dürfen, weil dieser die Juden vor den Christen auch nicht begünstigen darf. Dergleichen Anordnungen müssen von den Juden selbst getroffen werden.) — 6. Daß der Staat die Schwierigkeiten beseitige, welche den Juden von den Zünften und Innungen in den Weg gelegt werden (ist nothwendig), und in dieser Hinsicht von ihm strenge ange, ordnet werde, daß jeder christliche Meister schuldig sei, israelitische Lehrlinge anzunehmen, jüdischen Gesellen Arbeit zu geben. — Mit welchem Rechte könnte ein solcher Zwangsbefehl ertheilk werden? Steht es einem jeden Meister frei, unter der Zahl der christlichen Burschen und Gesellen sich diejenigen zu wählen, die er will, warum sollte der Jude hierin einen Vorzug genießen? Nur ermahnungsweise soll es den christlichen Meistern dargestellt werden, wie gut und gerecht dies sei. — 7. Daß der Staat noch Gewerbe- und Kunstschulen errichte (dies soll nicht nur der Inden wegen, sondern überhaupt zum Nutzen des Staats geschehen). — 8. Daß der zweideutig gewordene Nähme Jude abgeschasst und die Benennung Israelite eingeführt wer.e. — Ein Vorschlag, für den Ree. ebenfalls nicht stimmen kann. Wahr ist es, daß der Nähme Jude auch noch tropische, nicht ehrenvolle Bedeutungen erlangt hat. Allein erstens, da ein Wort seine Nebenbedeutungen nur historisch erhält, so frägt es sich, ob mit der Abänderung des Nahmens Jude der Israelit, was die Hauptsache ist, jene üble Eigenschaften ablegen wird. Zweitens aber liegt in dem so lange geführten