Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 2 (1822)
- Date
- 1822-01-01
- Page
- Seite 378 (sequence 184)
- Language
- German
- Belongs to
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378 Von dem Allen ist, zumal durch Juden, wenig geschehen. Dafür hat man sich, besonders in den letzten zwei Jahrhunderten der Unwissenheit, mit MSHrchen und Lügen herumgetragen, und sich einen Popanz- Raschi, des achten Geistes baar, zusammengesetzt. Bald soll er vor dem Herzog Gottfried von Bouillon Wunder gethan, mit seinem Enkel Tam sich unterhalten haben, diesem und jenem im Traum oder im Wachen erschienen scyn; bald ist er umhergereist, hat seine Commcntarien blatterweise in die Synagogen gestreut, oder hat eine Verordnung — daß nämlich nur ein hundertjähriger Rabbi die Schrift commentiren dürfe — dadurch schlau umgangen, daß er anonym bekannt machte, er sei (hundert; aber nach dem Buchstabcnwerth: 46) Jahre alt. Die mährchenreichen Wormscr (s. Lclialsckeletll 5. 54) zeigen dem Fremden eine Wand-Vertiefung, die sie Rasch i's Stuhl nennen; des Mannes Leiche lassen sie aus der Champagne nach Prag schleppen, und dort beerdigen,— wovon, beiläufig bemerkt, der Prager David Gans keine Silbe w'.isi. Bellermann ((^.^eo^i-. 44) macht den Rasch i zu einem Calligraphcn; Azulai (5. 71 a) zum Kabbalisien; Bayle schickt ihn nachMoscau, fast nach Sibirien. Alles Jrrtbnm- Der Namen Raschi- Schrift wird einer ArtCursivzüge beigelegt, mit denen man überhaupt Commcntarien zu schreiben gewohnt war. Die Kabbala war damals im Abendlande unbekannt. Raschi spricht nirgend von dergleichen Gegenständen, berührt das Buch ^exli.i ganz kurz, kennt keine Geheimnisse und keine einzige kabbalistische Schrift (soben S. '_>!'..>, W.">, .'W); selbst von dem in der G-mara (ZIe-i.i s. .^6 I.) gcnannntcn Buche