Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 2 (1822)
- Date
- 1822-01-01
- Page
- Seite 326 (sequence 132)
- Language
- German
- Belongs to
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626 talmudischen Commentarien bemühet, die Welt vor untergelegten Deutungen zu bewahren; er giebt oen Talmud, ohne Vertheidigung und ohne Augriff/ ohne Deutelei und Sophisterei; er verkündet den Sinn, ziemlich ohne Eifersucht, ob er, ob ein Anderer dieses Rechte gerathen. Mit solcher Treue gegen seinen Text, verbindet Raschi zugleich Ehrlichkeit gegen seinen Leser. Er schein det fremdes von Eignem, nennt — wo es schicklich — seine Gewährsleute;— sagt eben sowohl was ihm gehöre, was er nicht von Andern habe (z. Bzu 3 Mos. 19, 19. Lada Xama 5. 19 d. ^raclun 5. 12 d und sonst), als was er nicht wisse (z. B. zu 2Mos.22, 28. 3 Mos. 13, 4, welche Stelle LemaZ 5. 234 6 ohne mehr zu wissen abschreibt, id. 27, 2. 5 Mos. 33, 24. ös-a 5. 25 b. ^oma 5. 85 a. Nidda 5 67 a), affectirt keine Kenntnisse, und sagt seine Meinung selbst gegen Talmud und Reception (s. oben S. 296, 315). Sein Stil ist überall natürlich, concis aber deutlich. Mit einem Buchstaben, bemerkt Azulai richtig, sagt er mehr als Andere in ganzen Reihen; im Ausdruck der hebräischen und chaldäischen Sprache ist er geübt, und obschon in wissenschaftlicher Grammatik zurück, dennoch sicher durch Gefühl und Uebung geleitet, und nicht selten ein glücklicher Bestreitcr grammatischer Theorien (s. oben S. 308). Er hatte eine gute Kennt, niß der Accente, wiewohl Salomen Hanau (in der Schrift kore-akadisLli „Spinngewebe" ed. Fürth 1744 Vorrede) dies ein wenig übertreibt. Den Wortsinn erräth er zuweilen sehr fein "). 5k) Hier nur zwei Beispiele: zu 2 Mvs. 7, i i"^ ä'.care (predigen; Juden hatten die ersten Prediger);;u