Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 2 (1822)
- Date
- 1822-01-01
- Page
- Seite 281 (sequence 87)
- Language
- German
- Belongs to
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28t nung thut,— sondern daß überhaupt jene Spanier gar keinen Franzosen aufführen/ und daß andererseits auch Raschi keines spanischen Autors gedenkt. Zu wenig hat Gedalja gesehen, und darum schnell und falsch geschlossen. Raschi's Vater hieß Jsaac, und war kein ungelehrter Mann; seine Mutter war die Schwester des berühmten Simeon des Aelrern, welcher Gerschoms Schüler gewesen. Uebrigens wissen wir von seinen Lebensumständen/ so viel als Nichts. Was Historiker uns davon erzählen/ ist Unsinn und Fabel. Einige Lehrernamen/ wovon weiter unten die Rede feyn wird/ und einige verlorne Winke, die er selbst giebt/ — das ist die ganze Biographie. Daß er jung gcheirathet, und späterhin öffentlicher Lehrer (Rabbi) geworden, ist sicher, — wahrscheinlich zu Troyes oder Luistre. Zwar werden uns zuweilen 2) Begebenheiten erzahlt, die sich allda bei ihm zugetragen, sie haben aber kein biographisches, sondern, als Nechtsfalle, bloß juridisch-theologisches Interesse. Daß er große Reisen, nach Aegypten und Asien, unternommen/ ist nachzuschreiben fast lächerlich. Nur Privatjuden, und auch diese höchst selten/ konnten dergleichen unternehmen; öffentlich lehrenden Rabbinern ist solches nie eingefallen, nie möglich gewesen,— auf welchen wichtigen Unterschied, zwischen Privaten und Rabbinen, ich überhaupt in der jüdischen Litterarhistorie aufmerksam machen will. Und warum ist bei dem freimüthigen Raschi, der Gehörtes und Gesehenes so treulich mitthcilt, von diesen Reisen nirgend eine Spur? 3) l'os. Ksüiubotk 5. 61 und häufig tM Hloräecdai.