Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 2 (1822)
- Date
- 1822-01-01
- Page
- Seite 223 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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22Z die dem David mit dem Erlöser gemeinschaftlich zukommen/ stützen die AnHanger dieser Meinung dieselbe noch durch den Nahmen Adam, der als Notarikon betrachtet werden muß. Dieser Nähme wird bekanntlich auf Ebräisch mit den drey Buchstaben: A. D. M. geschrieben/ und sie geben den Kabbalisten, als Anfänge der Worte Adam, David, Messias, den Beweis, daß die Wanderung der Urseele Adams von David sofort zum Messias Statt finden müsse. ^) Nach diesen Kabbalisten ist David der weltliche Erlöser der Israeliten seiner Zeit gewesen, und der Messias wird der' weltliche und geistige Heiland für seine Nachkommenschaft seyn. Andere Kabbalisten räumen zwar die gedachten Epochen em; sind aber der Meinung, daß der erwartete Messias sich nicht über David erheben könne, und daher auch nur eine weltliche Erlösung bewirken werde. Die geistige Erlösung, die Befreyung von der Erbsünde, ist schon langst erfolgt, und zwar durch Abraham auf Moria. Weder der Tod noch die Himmelfahrt des Erlösers sind, ihrer Meinung nach, erforderlich, um einen Menschen als Vermittler auszuweisen. Sein Tod widerspräche ja der Schrift. Wie könnte Gottes Güte sich nur durch den Tod eines Menschen mit dem Menschengeschlechts aussöhnen, da es doch geschrieben steht: Will ich denn den T?d des Bösen? Er lebe und bessere sich. Sobald daher ein Mensch sich so gotteefürchtia. bewiesen hat, daß er den Willen zeigt, seine Liebe zu Gott mit seinem Tode zu besiegeln, tritt er als Vermittler zwischen Gott und Menschen auf und versöhnet das Menschengeschlecht. Darum genügte auch dem Jchova der Wille Abrahams seinen Sohn zu opfern,