Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 2 (1822)
- Date
- 1822-01-01
- Page
- Seite 222 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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222 wahre Messias sey, bedurste es seines schmählichen Todes, als Messas-Sohn-Joseph, damit seine Auferstehung als Mejsias-Sohn-David, und seine Himmelfahrt möglich werde. Nicht Wunder und Zeichen bewahren die Sendung des Messias — dagegen hat sich der Gesetzgeber hinreichend verwahrt — nein, dessen Himmelfahrt allein beweiset, daß er im Besitze der wackern Urseele Adams, und als vierter Besitzer derselben der wahre Erlöser sey. Ware daher oiese von ihnen anerkannt worden, sie würden die ersten gewesen seyn, die dem erstandenen Jesus als Weltheiland gehuldigt hatten. Begreiflich wird endlich, wie Jesus sagen konnte: Noch heute bin ich beym V^ter, ungeachtet im ganzen N. T. keine Spur von Unsterblichkeit der Seelen, nach neuerer Vorstellungsart, angetroffen wird, und sie, selbst zur Zeit der Makkabaer, ('.). Mak. Xll, 4.!) noch keinen Glaubensartikel der Juden ausmachte. Allein Jesns, innigst vom Gefühle seiner Sendung ergriffen, lebte des festen Glaubens, daß in ihm, ausser seiner fündhaftcn Seele, noch schaltweise die wackre Urseele Adams wohne, die, nach ihrer Trennung von ihm, zum Vater zurückkehrt, von dem sie ausgeflosseu, von dein sie Theil ist. In den Behauptungen, die aus den Geheimnissen öer Schwangerung und des Poked fließen, stimmen alle Kabbalisien überein. Nur in der Bestimmung der Epochen jener mystischen Generationen, und mithin in der Ansicht, wer im Besitze der wackern Urseele gewesen sey, herrscht unter ihnen eine mehrfache Verschiedenheit. Einige behaupten, Adams Urfeele sey zuerst in den Kö. nig David gewandert, und von ihm werde sie unmlt> telbar in den Messias übergehen. Ausser den Thaten,