Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 2 (1822)
- Date
- 1822-01-01
- Page
- Seite 221 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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22t Jerobaams zu büssen, und dann als Heiland/ als Messias-Sohn-David, bekleidet mit der wackernUrseele Adams, aufzuerstehen. Begreiflich wird nun, warum die Pharisäer Jesus wohl der Gotteslästerung, aber nicht der Abgötterey oder Vielgötterey beschuldigten; eine Beschuldigung/ die doch ziemlich nahe zu liegen scheint. Allein dieß konnte ihnen, nach ihren eignen Ansichten,nicht einfallen. Sie verstanden Jesus recht gut, und waren auch überzeugt, daß er, wofern er sich als Messias ausweisen wird, die heilige Drey in sich vereinigen muß. Er ist vom Vater ausgeflossen und kehrt zum Vater zurück; ist Vater als Grundlage, ^ecocl) Sohn als Ableiter, Vermittler, Ainur) und heiliger Geist als Ausfluß der Gottheit (PM Lcnexlis). Nicht etwa durch den Geist der Heiligkeit, .wie einige Neuere das 75^^057-/0^/05 (Nl^Nj? kucka ^aäisekak) übersetzen, wird der Heiland das Menschengeschlecht taufen, sondern wirklich durch den heiligen Geist, durch die ihm innwohnende Urseele Adams, die, durch ihre vierte Erscheinung auf Erden, es beweiset, daß der Vorrath der in der Sünde gebohrnen Seelen verbraucht, und das Menschengeschlecht von der Erbsünde gereinigt und neu gebohren ist. Begreiflich wird nun, warum die Pharisäer so sehr auf die Hinrichtung Jesus drangen, ungeachtet sie ihn keines, des Todee schuldigen Verbrechens angeklagt, noch irgend eine von den Vorschriften beobachtet hatten, die ihnen ben Verhängung von Todesstrafen anbefohlen waren, und deren es so viele gab, daß man fast keinem, nach gemeinem Rechte, noch so überwiesenen Verbrecher, ans Leben kommen konnte. Allein gerade um sich zu überzeugen, ob Jesus der