Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 2 (1822)
- Date
- 1822-01-01
- Page
- Seite 220 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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220 Königreich Israel durch das Wort Ephraim zu bezeichnen, so oft von dem harten Schicksale die Rede ist, das ihm bevorsteht. Nach dieser Anleitung bezeichnen die Kabbalisten auch durch Messias - Sohn- Ephraim den Menschen Christus; den Menschen/ der eines jammervollen Todes sterben und büsseu muß, um auch die, durch den Ephraimiten abtrünnig gewordenen Israeliten mit Jehova zu versöhnen. Indessen besitzt eben'dieser Messias, seiner zweyten Natur nach, die wackere unsterbliche Urseele Adams, als Schaltseele. Diese behalt er nach vollbrachtem Leiden allein, erscheint mit ihr als Messias-Sohn-David auf Erden, und ist, als solcher, der Seele nach, ein Ausfluß der Gottheit, der Sohn Gottes, der bey der Schöpfung gegenwartig war, von dem die Schrift zeugt: du bist mein Sohn, heute habe ich dich gebohren, und der als Geist, wie Jehova selbst, ein heiliger Geist ist. Der Hingerichtete und büssende Messias-Sohn-Ephraim, der sterbliche Mensch, erscheine getauft und verklärt mit der reinen, wackern Urseele Adams, als Messias-Sohn-David, und besiegelt seine Sendung durch die Himmelfahrt in der er zum Vater zurückkehrt, von dem er ausgeflossen ist. ") Dadurch erhalt so manches in dem Leben Jesu einen Aufschluß, das man sonst wohl schwerlich recht verstehen möchte. Begreiflich wird nun, warum die Pharisäer von Jesus mit Bestimmtheit erfahren wollten, ob er ein König sey; denn als Messias-Sohn-Joseph muß er sich als König ausweisen, muß das Volk, durch seine Heldenthaten, von dem Joche der fremden Macht befreyen, demselben seine Selbstständigkeit erkämpfen, aber in diesem heiligen Kampfe fallen, um für die Sünde