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Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums · 1822-01-01 · 2 (1822) · p. Seite 217

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Journal
Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
1822-1823
Issue
2 (1822)
Date
1822-01-01
Page
Seite 217 (sequence 23)
Language
German
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217 gethan/ daß die wackere Urseete Adams zum vierten Mahle einem Menschen beygewohnt/ so ist das der sicherste Beweis, daß die vier, durch die Erbsünde verschuldeten Geschlechter vollendet sind. Der Vorrath der sündhaften Seelen ist verbraucht, der Mann, dem die wackere Urseele zum vierten Mahle beywohnt, ist der Erlöser, der Heiland der Welt. Die Himmelfahrt, und nur sie allein, ist das untrügliche Zeichen, daß der Mensch, dem sie zu Theil wird, die wackere Urseele besitzt, und— nach dem (od Kapokecl — ist der Mensch, der sich durch die vierte Himmelfahrt als vierter Besitzer derselben ausweiset, auch gewiß der Erlöser, durch den das Menschengeschlecht neugeboren erscheint; die Seelen der neuen Welt gehören nicht mehr zu denen, die in der sündhaften Seele Adams eingeschachtelt lagen. Dadurch heben sich alle Schwierigkeiten, und die Lehre von der Erbsünde und der Erlösung steht im schönsten Einklänge mit den Stellen des A. T., die ihr zu widersprechen schienen- — Nicht wegen der Sünde des Urvaters sterben dessen Nachkömmlinge, sondern durch dessen Sünde erlangten, zugleich mit der dämonischen Seele, die er damahls besaß, die in ihr eingeschachtelten Seelen des ganzen Menschengeschlechts, die dämonische Natur der Sterblichkeit. Mit dem sündhaften Adam war, wie wohl unentwickelt, das ganze sü n dhafte Menschgeschlecht schon vorhanden, und ehe nicht die völlige Ausschachtelung erfolgt, ehe nicht der ganze Vorrath der sündhaften Seelen verbraucht ist, laßt sich hieran nichts ändern, und muß jeder Mensch sterben, weil er ein Adamssohn ist, weil er in Adam gestorben ist.

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