Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 2 (1822)
- Date
- 1822-01-01
- Page
- Seite 213 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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213 balistischen Schüler als unumstößlicher Beweis/ daß eine Thatsache bereits durch die Propheten verheißen, oder ein neues Gesetz bereits im Pentateuch verordnet worden sey. Daher wandere man sich nicht, wenn man in folgender kabbalistischer Ansicht der Erlösungslehre, den häufigen Gebrauch jener Stützen vorfinden wird. Er war damahls üblich; und wer über Dinge des Alterthums nachforscht/ ergreift ja den in dem Zeitpuncte seines Forschens herrschenden Geist, weil die in einem Zeitalter lebenden, wenn auch ihm noch so voreilenden / Menschen, doch nicht ganz über denselben hinauskommen!— Wir kehren zu unserm Gegenstande zurück. Wir sind Gottessürchtig, Jehova beweiset seine Zufriedenheit mit ups durch die Ruhe, der seine Gnade uns im Lande unfter Vater erfreuen laßt, und dennoch herrscht das durch die Sünde des Urvaters Adam hervorgegangene Uebel fortdauernd in der Welt. Wir wenigstens müßten mit demselben verschont bleiben, da Jehova keine Strafe für begangene Sünden der Eltern über das vierte Geschlecht der Kinder auszudehnen versprochen hat, so bald diese in seinem Wege wandeln.— Aber sollte nicht bey Gott die Zeit eines Geschlechts langer dauern als bey uns Menschen? Wie? Wenn die vier Geschlechter, von Adam bis auf uns, nach Gottes Art zu zählen, noch nicht verflossen wären? Der heilige Königliche Sänger giebt uns Grund, diese Vermuthung für etwas mehr als Vermuthunlg zu halten. Er sagt: Für Gott sind tausend Jahre nur Einem Tage gleich. Wenn daher bey Ihm Zeit und Ewigkeit so in einander fliessen, müssen wir auch die Dauer einer göttlichen Generation nicht nach unserm Maßstabe ermessen. i.Bd-2H. P