Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 2 (1822)
- Date
- 1822-01-01
- Page
- Seite 211 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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211 der des Erzvaters zuzuschreiben; und dennoch liegen zwischen uns und ihm so viele tausende von Geschlechtern, daß nach Jehovas eignem Versprechen, Tod und Uebel schon längst hätten von Erden verschwinden müssen! Wie geht das zu? Das war die Frage. Die Kabbalisten fanden eine Antwort darauf. Aber der Mittheilung derselben müssen zwey Bemerkungen vorangehen. — Erstens. Die Ansichten der eigentlich altern Kabbalisten find nicht mehr vorhanden. Schwerlich haben fie auch je ihre Lehren niedergeschrieben und sie schriftlich hinterlassen. Ihr Nähme: Kabbalisten (Empfänger), den der Thalmud durch die Worte umschreibt: Mann aus dem Munde des Mannes, ('^55 5^55 ^5ck m'xi ^scli) zeigt deutlich, daß der Lehrer dem Schüler, oft, bey kosmogonisck)en Lehren, nur einem einzigen, ("1^2 N^tt Q2^d5 NW!?O (Mace merk.ada enoin elali d'jaekid.) die geheimen Satze mündlich mitgetheilt habe. Aber eben weil diese Mittheilungen sich fortdauernd bis auf die neuesten Zeiten von Mund zu Mund fortgepflanzt und erhalten haben, kann man die über unfern Gegenstand im Thalmud und den neuern Kabbalisten vorgefundenen Bruchstücke, als schatzbare Ueberbleibsel des Alterthums betrachten, und aus diesen einzelnen Trümmern, verglichen mit einigem, was sich im N. T. darauf bezieht, das ganze Gebäude herstellen, das die Antwort auf jene Frage umschloß. Zweytens. Die Philosovheme, welche die Kabbalisten vom Auslande mitgebracht und mit dem Judenthume in Einklang zu bringen gesucht hatten, wurden meistens mit demselben durch eine gewaltsame Deutung biblischer Stellen verbunden, deren gewöhnlichen Sinn