Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 2 (1822)
- Date
- 1822-01-01
- Page
- Seite 209 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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20» kosmogonifche und hyperphysMeAnstchten auf^ dte nach Persien aus Indien über Baktrien gekommen, dort augepflanzt, und zum Gedeihen gebracht waren. Willig empfingen sie (I^P kibdlu) diese ausländischen, glänzenden Pflanzen, willig nahmen sie sie mit nach.Hause, und, auf innländifiche Stamme gepfropft, suchten, sk sie heimisch zu machen. Unter unsäglich viel auderm, gehört Hieher bee Mythus vom Sündenfalle und der Sündfluth. Daß diese Sagen der Vorzeit indischen Ursprungs seyn, laßt sich auf geradem Wege darthun, und soll, um nicht zu weit vom eigentlichen Gegenstande abzuweichen, ein anderes Mahl geschehen. Hier genüge die Bemerkung, daß im ganzen alten Testamente, ausser an den einzigen Stellen des ersten Buches, wo diese beyden Puncte stehen, sie durchaus nicht wieder vor«; kommen, so oft sich auch die Gelegenheit darbot, ihrey zu erwähnen. Kein Geschichtschreib.er meldet ein Wort davon, kein Prophet spielt darauf an, und kein Dichter benutzt diese für die Einbildungskraft so reichhaltigen Gegenstände zum Stoffe seines Gesanges. Beweis genug, daß sie wenigstens zur Zeit des ersten Tempels, noch gar nicht unter den Juden bekannt gewesen waren. 2) Wie hätten auch die Propheten es wagen dürfen, den Juden zu sagen: Der Erzvater Adam hat gesündigt, und darum bestraftJehova alle seine Nachkömmlinge bis in die Ewigkeit, darum müssen die spatesten Kinder Adams des Todes sterben — wie hatten sie dieß lehren dürfen, da es in so offenbarem Widerspruche mit dem Mosesthume steht, und der Dekalog (2. Mos. XX. 2. und 5. Mos. V. 9.) ausdrücklich sagt: Gott