Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 2 (1822)
- Date
- 1822-01-01
- Page
- Seite 202 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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202 Sie erwähnen aber eines MefimS mit keinem Worte; und ohne über die Zeit ihrer Abfassung hier den mindesten Zweifel zu erregen, ohne die Frage aufzuwerfen, ob sie denn wirklich von Moses herrühren, wollen wir die erste wörtlich und die zweyte dem Inhalte nach, aus dem Grundtexte überfetzt, mittheilen) um unsere Behauptung unumstößlich darzuthun. Nachdem der Verfasser der ersten Stelle mit wahrhaft dichtrischer Begeisterung, und vaterlicher, schonender Herzlichkeit den jammervollen Zustand des von Jehova abtrünnigen Volkes, seines Lieblingskindes, geschildert, und es mit dem Verluste seiner Selbstständigkeit, seines zeitlichen Glückes, ftiner Gemüthsruhe, und der Zerstreuung in alle Lander bedroht hat, erhebt er den von diesem Schreckenbilde gebeugten Much, wieder durch folgende Worte des Trostes: „Dann vielleicht wird sich ihr unbefchnittenes Herz demüthigen, werden sie vielleicht ihre Sünde willig eingestehen, und dann werd' auch ich an meinen Bund mit Jakob, Jitzchak und Abraham und an das Land denken;— an jenes Land, das, von ihnen in eine Wüste verwandelt, nun willig brach liegt, darum—o darum! — fie bekennen ja nun willig ihre Sünde! — darum, weil sie meine Gerichtsordnung verschmähet, und ihnen meine Gesetze angeekelt haben! Bleiben fie dann auch in ihrer Feinde Land, so sollen sie doch nicht so von mir verschmähet, mir nicht so zum Ekel werden, daß ich sie völlig vertilgen und meinen Bund mit ihnen zerstören wollte. Denn ich bin ja Iehova, ihr Gott. Immer werd' ich eingedenk seyn des mit ihren Ahnen geschlossenen Bundes, die ich vor den Augen der Völker aus