Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 2 (1822)
- Date
- 1822-01-01
- Page
- Seite 200 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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MS Mensch Mterwvrfen. Er hettsscht dckHer nur sb lange, als das Schicksal ihn am Leb^ett erhält. Nach seinem Tode geht seine Herrschaft auf feinö männlichen Etben/ nach dem Rechte der Erstgeburth, über. . 4. Stirbt der Messias, gleichviel des natürlichen oder gewaltsamen Todes, vor der Erfüllung seines Berufs, so ist er nicht der wahre Messias. Nur dieß Zeichen, und der Umstand, daß er nichts an den eigentlichen mosaischen Gesetzen ändert, bewahren seine Sendung. 5. Sb Heiner Erscheinung ein anderes Zeichen vorhergehen, oder der Prophet Eljahu ihn vorher verkündigen werde, sey zu wenig <n»s der heil. Schrift zu erweisen, als daß man es als nothwendige Forderung betrachten könne. 6. Eine Zeit zu hoffen, wo physische und moralische Uebel aufhören, und den Menschen sein Streben nach Vollkommenheit nicht erschweren werden, ist Pflicht des Menschen, und sey, in der Erwartung eines Messias, Glaube des Juden. Etwas Näheres darüber bestimmen, oder wohl gar die Zeit seiner Ankunft berechnen wollen, sey nicht bloß thöricht, fondern auch sträflich. Offenbarungen sind darüber nicht vorhanden, und der sterbliche Menfch müsse die Rathfchlüsse der Gottheit nur so weit zu kennen streben, als es Ihr gefiel, sie zu offenbaren. Endlich 7. Führe alles übrige, was man über ben Messias aus biblischen Stellen heraus zu deuten sucht, weder zur Liebe noch zur Gottesfurcht, und nur darauf beruhe dcch der wahre Gottesdienst. Diese Ansicht der Dinge, die Maimonides, nach dem Ausspruche einiger Thalmudisten, vorführt, fand