Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 1 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 193 (sequence 205)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2969091-2969092-2969093--207-2969310- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
193 Neuchlin bis auf Buxtorf auf eine bloß das theologische Bedürfnis; befriedigende Hermeneutik hingearbeitet worden/ durch Spinoza aber die eigentliche biblisch-historische Critik entstanden sey, die noch jetzt den Kern unsrer //sogenannten" Einleitungen und Archäologien bilde, so wie durch eben desselben Compendium der hebräischen Grammatik das restaurirende semitische Sprachstudium, von Schultcns bis auf Gesenius (der von diesem Einfluß der Grammatik des Spinoza wenig zu wissen scheint,— vgl. Gesenius Gesch. der hebr. Sprache und Schrift—dessen ganzer Grund in einigen aus der Analogie — Oer verwandten semitischen? nein! .der hebr. Sprache selbst hergeleiteten Wortformen liegt, die Spinoza mit der Bemerkung begleitet, daß das NichtVorkommen derselben in der Bibel mcht ihre Ausschließung von der Sprache begründe^); — so habe dies alles zwar „zum klaren Verstand niß der Bibel geführt, aber — (das klare Verständniß ist dem Verfasser zuwider^) der göttlich geistige Kern, meint er/ ftp durch das critische Mcsser ge - und wissenlos (ein logischer Widerspruch sprachwidrig vereinigt) herausgeschnitten worden, und die Sprache gar in Gefahr gerathen, über der körperlichen Fülle ihrer astatischen Schwestern verachtet, aus der Schule geächtet zu werden. (Wir glauben hier den Necensenten des Geseniusschen Wörterbuchs m den theologischen Annalen Febr. 48!7 zu hören, den Geftnius in einer Note zu der Vorrede seines Lehrgebäudes kurz abfertigt.) Was nun der Verfasser einer solchen /natürlichen und „klar verständlichen" Ansicht der Bibel, wie man sie bisher gewonnen hat, entgegenstellt, das ist in Nück>