Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 1 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 192 (sequence 204)
- Language
- German
- Belongs to
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t92 zu hüpfen, als, in der Schule ihrer Stammesbildung, fromm und gesittet, aufzuhorchen, was zu dieser Zeit der Gott gewirkt. 4. M. 23, 23. „Und bei dieser Ignoranz seiner selbst — worin großentheils den Juden die barbarische Acht stürzte, mit der man ihm in den letzten Jahrhunderten alle Geistesquellen untersagte, und ihn eben dadurch desto lüsterner nach dem kühlen Modegewasse r machte; mußte sich der un historische Wahn seiner bemächtigen, daß wenn auch er den Kieselfels des Mosaischen Buchstabens erklommen, von dieser kahlen Höhe aus, dem Talmud, der ihn durch das Mittelalter fast miraculös leitete, jetzt tapfer den Gehorsam aufrunden würde, er eben hiedurch seine geistige Gro Fahrigkeit nicht schlechter dokumcntiren dürfte, als die christliche Welt, durch das Protestiren gegen die Bannrnthe die auch sie patriarchalisch erzog" und warum nicht eben so gut? Luther, ist die Antwort, habe nur mit Hülfe des klaren Buchstabens die Ansprüche des Pabstes vernichten wollen, erst später, als der Protestantismus „aus dem Kampfe gegen den irdischen El oh im, und errenkt, mit dem reinen Buchstaben aber, als einzige spirituelle Benre selbstisch hervorging, und, bei der tagenden Helle, sich dürftig, ohne positives geistiges Lebensprinzip, auf sich selbst gesielllf erblickte; da hieß ihn seine errungene geistige Freiheit» in das Feld des profanen Wissens, geistsuchend umherschweifen, wohin er auch die übrige Welt — halb polemisch gezwungen, halb ästhetisch lüstern — nach sich zog." Wie nun aus der Berührung der B.bel mit dem griechischen Geiste ein neuer Faden sich entsponnen, von