Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 1 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 191 (sequence 203)
- Language
- German
- Belongs to
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191 aus der Verfasser den Ursprung und den Fortgang des Christenthums überschaut, hinweg gehen, uns beschränkend, den Faden seines Raisonnements da wieder aufzugreifen, wo er, von der einen Seite das Bestreben des Protestantismus, von der andern dielneuere Geschichte des Judenthums berührend, seine bis dahin noch immer in einem gewissen Helldunkel gehaltene Tendenz klar zu erkennen giebt. Wir heben zuerst die Stelle 54. -c.) aus, worin er seinen ganzen Eifer gegen die in der neuesten Zeit im Judenthum rege gewordenen Bestrebungen entbrennen läßt. Nachdem er nämlich von dem durch die Schule des Nachmamdcs mit tief practischer Kenntniß des Talmuds und essäisch - cabalistischem Geiste u. s. w. dem Rabbinismus wieder errungenen freieren und eigenthümlrchen Geiste gesprochen, „der ihn aber nur bis zu jener Epoche durchdringend erhalten mochte, wo in der Schule des Rabbi Jsaac Loria, die Cabata zu reiner aszetischen Gesetz- Deutelei, und der Talmud, in der pohüttsch-jüdischen Schule, zur tödtenden Ersti ckungsbulle aller geistigen Regung herabsank" — fährt er fort: „Da welkte der Jude so entgeistiget und idiorisch dahin, daß seine Schöngeister noch heute den eleganten Schüler der Leibnitz - Wölfischen Philosophie, der seinen Maunonidcs seg.nnicht mehr verstund s.'^) — als Restaurator anbetend, und mit alt klugem Auge, auf den von ihm tühl modernisirtcn deutschen Pentatcuch und Psalmen, ftxirt, ihres eigenen ZUterthums sich schämend, es verziehen, als Findelkinder der Gegenwart, losgebunden und wild ür-er die unmodischen Schranken des Gesetzes — aalam