Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 1 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 190 (sequence 202)
- Language
- German
- Belongs to
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190 nig von einem so frühen Aussterben der hebräischen Sprache, als von einem pharisäischen Geheimhalten des Originaltextes fder ja neben der Paraphrase in den Synagogen gelesen wurde), noch weiß sie von einer so frühen Gehässigkeit der griechischen Version. — Eben so unbegreiflich ist es, wie der Verfasser, nachdem er selbst den „Pseudo - Aristäus" (Aristeas) genannt, auf die bekannten Fabeln in Bezug auf diese Version zurückkommen kann. — Wie er nun sehr richtig dieser pharisäischen zeitgemäßen Deutung des Buchstabens jenes andre Verhältniß gegenüberstellt, in welches der bloße Buchstabe, seinem ursprünglichen Sinne nach, zu den Ideen der Zeitgerieth, so hat seine Entwicklung des Sadducäismus und Essäismus aus diesem letztern sehr viel Wahres. Nur erscheint die Herleitung derselben aus Aegypten nicht in der nothwendigen Begründung, die ihr der Verfasser gegeben zu haben vermeint. Uebrigcns hat schon Brucker t?u8t. crit. pküos. II. 763.^) altere Anhänger dieser Meinung nennend, den Aegyptischen Ursprung der Essäer behauptet, wohingegen ganz neuerlich nach Oberasten hinweist: Creuzer in seinerSymbolik IV. 407. Die Ursprünge dieser Secten hüllt ein Dunkel das so leicht nicht möchte aufzuhellen seyn; nur desto bequemer aber hat es die Willkühr, alles so nach einem im Voraus bestimmten inneren Zusammenhange zu gestalten, daß man darüber leicht die Frage vergißt, wo die historischen Belege zu finden seyen. Diese Frage hier unsrerseits auf eine gründliche Weise in Anwendung zu bringen, würde zu weit über die vorgesetzte räumliche Begränzung hinausführen, und so müssen wir auch über das Eigenthümliche des Gesichtspunktes, von welchem