Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 1 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 126 (sequence 138)
- Language
- German
- Belongs to
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126 men für einen Gattungsbegriff, dort ein ausländisches Wort u. s. w. für einen Ort ansehen. Dazu kommt daß bisweilen die Anfangsbuchstaben in Zweifel lassen/ ob sie zum Namen gehören, oder nur Präfixa find, zumal wenn der Ort unbekannt, oder überhaupt alles so unsicher ist, daß man nicht erräth, aus welchem Hülfsmitttl Auskunst zu holen sey. In vielen Ortnamen ist die Orthographie schwankend. Denn es können erstlich die Autoren verschiedenen Ländern angehören und da der Name, seltene Ausnahmen abgerechnet, nie sireng Hebräisch ist, so hat man sich z. B. auf folgende Sprachen gefaßt zu machen, deren Spuren und Schreibart er an sich tragen kann: Hebräisch-Rabbinisch, Arabisch, Griechisch, Latein, Mittellatein, Proven?alisch, Spanisch, Portugiesisch, Französisch, Italiänisch, Deutsch, Aktdeutsch, Jüdisch-Deutsch, Englisch, Holländisch, Polnisch, Türkisch u. f. w. — Oder die Schreibart ist aus verschiedenen Epochen und hat sich mit dem Ortnamen selbst verändert. Oder die Verfasser haben den fremden Klang nach Willkühr durch die hebräischen Buchstaben wiedergegeben. Oder endlich der Gebrauch der Lesemütter macht die abweichenden Schreibungen. Woher es denn leicht geschieht, bald Einen Ort in mehrere zu zerspalten, bald gleichlautende, aber verschiedenen Orten angehönge, Namen, miteinander zu verwirren. — Bisweilen aber ist auch noch die Aussprache so unsicher, daß keine Gewißheit da ist, 'welche unter mehreren als möglich erkannten Entzifferungen, zu wählen seyn wird. Die bisher aufgezahlten Schwierigkeiten, waren, bei vorausgesetzter Nichtigkeit des Gegebenen, auf die