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Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums · 1823-01-01 · 1 (1823) · p. Seite 84

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Journal
Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
1822-1823
Issue
1 (1823)
Date
1823-01-01
Page
Seite 84 (sequence 96)
Language
German
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84 und bestimmter beurtheilcn können, wenn, wie voraus gesetzt, mehrere Reden von ihm auf uns vererbt worden wäre^?. — Das sechste und siebente Capitel haben offenbar die dialogische Form; und dieses ist selbst jüdischen Commentatoren nicht entgangen. Zur Aufhellung der Dunkelheit, welche durchaus entstehen muß, wenn nicht jedem Unterredner die Verse zugetheilt werden, die ihm gehören, habe ich in der Übersetzung nach Eichhorn diese Zlbtheilung engenommen, wodurch die Klarheir ungemein gewinnt. Freilich bleiben dem ungeachtet noch manche Dunkelheiten zurück. Ganze Wendungen, so wie einzelne Wörter, bleiben theils be fremdlich und unsrem Geschmack nicht zusagend, theils unentziffert. Allein wenn man die höchste Deutlichkeit., den genauesten Zusammenhang und was sonst zu einem vollendeten Vortrag gehört, fordern wollte, thäte man Vesser auf den Genuß der heil. Urkunden, in dieser Hinsicht, ganz Verzicht zu leisten, denn diese Schwic rigkeiten trifft man überall, sowohl in den prosaischen als in den poetischen Schriften der heil^ Schrift, aus sehr bekannten Ursachen, an. Wir müssen uns daher begnügen das Ganze zu fassen, um die Rundung und Harmonie des Kunstwerks zu genießen. Treten wir nun der Rede naher. — Sie ist an Juda gerichtet. — Die Zehn Stämme Israels find bereits durch die Assyrer nach Babylon geführt und in der Verbannung. — Micha tritt auf. — Wenn Juda in seiner Gc> setzlosigkeit beharrt, muß es ein gleiches Schicksal treffen; ein trauriges, hartes Schicksal! Jedoch, endet der Redner, nach gewohnter Weise, seinen Vortrag mit einer Schilderung des goldnen Zeitalters/ unter der unerläßlichen Bedingung, daß die Verehrung des wah-

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