Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 1 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 53 (sequence 65)
- Language
- German
- Belongs to
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63 die jüdischen Titel ein wenig vermischt haben mögen^ Walchs) will in der Ungkaubwürdigkeit der jüdischen Geschichtschreiber überhaupt ein Moment finden, auch ihren Benennungen Glauben zu versagen. Wir wagen es aber, die Behauptung Vitringas hier trotz alles dessen aufzufassen, und den Beweis zu versuchen/ daß im Allgemeinen die im theodoflschen Codex vorkommenden Namen und Bezeichnungen keineswegs genau und bestimmt stnd, sondern in sich von einer Unbestimmtheit zeugen, die selbst wiederum erklärlich ist. Wie von so vielen Eigentümlichkeiten kann auch der richtige Begriff von Titeln und Würden nur durch die ursprüngliche Benennung in derjenigen Sprache erhalten werden, in der sie ertheilt worden» Werden uns dieselben in einer anderen, als dieser Sprache mitgetheilt, so ist vorzüglich, damit man wisse, ob ihnen Glauben beizumessen sey, darauf zu sehen, ob die Übersetzung in ss fern genau fey, daß das gebrauchte Wortaequivakent nicht noch eine besondere Bedeutung in der Sprache, in die überfetzt ward, habe. Häufig, und besonders bei kirchlichen Würden ist es der Fall, daß eine religiöse Partey, die bei ihr üblichen kirchlichen Benennungen auf eine andere/ von der grade gesprochen wird, überträgt, ohne sich um die genaue UebereinstLmmung der Bezeichnung zu bekümmern. Wir brauchen wohl nicht erst zu bemerken, wie häufig Kirche und Synagoge, als wäre beides identisch, wenn von Jude» gehandelt wird, verwechselt werden, und zu wie vielen falschen Begriffen die Vergteichung der Nabbinen mit christlichen Geistlichen