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Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums · 1823-01-01 · 1 (1823) · p. Seite 44

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Journal
Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
1822-1823
Issue
1 (1823)
Date
1823-01-01
Page
Seite 44 (sequence 56)
Language
German
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44 die Religion nur als väterliche und heimische Erinnerung Werth gehalten/ das Judenthum aber sie freilich als alles andre ausschließende Wahrheit umfaßt/ sie doch ab'er wiederum nur als vaterlandische Wahrheit in den Kreis der freien Bekenner gebannt, trat nun zum ersten Male in die Welt das Predigen des Buchstabens und zwar immer als Wahrheit auch in seiner verschiedenartigsten Auslegung, und die Lichtreligion, die sich als Abwerfen alles Aeußerlichen, und als innerlichste Versenkung in die tiefste Gottesanschauung angekündigt hatte, sollte durch einen seltsamen Austausch des Entgegengesetzten in der oecumenischen Dintenschrift von Nicäa, Ephesus und Chaleedon, und in der rötheren Blutschrift so vieler der Wahrheit Dahingewürgter ihre Bestätigung finden müssen. In welcher dieser Gestalten aber das Christenthum Römische Staatsreligion geworden, das mögen, bei völliger Auslassung alles Andren, bloß zwei Thatsachen entscheiden. Nicht in dem herrlichen Zeitalter der Antonine, in dem die Sprache, die Wissenschaft, und der Geist der Römer/ wenn auch nicht mehr in des Augusteischen Jahrhunderts aufsteigender Blüthe, doch in desto allgemeinerer Reife stand, kam das Chrifienthum an die Caesam?, auch nicht abwärts bis zum Alexander Severus, in dessen Zeit es sich doch schon ziemlich verbreitet hatte: es kam an dieselben unter der Regierung des Conflantinus, als schon langst durch östliche Berührung das von Dioeletian zum Hoftypus erhobene Prinzip orientalischer Weichlichkeit, durch westliche Annäherung aber nicht minder germanische Rauheit, Unwissenheit und Barbarei in das zu empfängliche Rom eingedrungen waren; als die Sprache

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