Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 1 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 42 (sequence 54)
- Language
- German
- Belongs to
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42 blitz erfordernde Gottesanschauung auf der langen Reise zum Geschäfte der Verpuppung verloren geht, aber andrerseits, selbst bei categorisch aufgestellter Einheit, in den Mitteln zu ihr zu gelangen, statt des Herabziehens der Gottheit in die physische Gestaltung, doch nur das freilich bessere Hinaufwinden an dem Seil ascctischcr Uebung zu setzen wußte, trat das ursprüng» liehe Chrisienthum nach Vorgang der Propheten bloß als die Negation von beiden: auf. Indem es die Juden belehren sollte, wie ascetisches Hinaufklimmen, oft bloß zu,gfdankenloser Fertigkeit und nicht zum Ziele führe, zeigte es den unmittelbareren Weg des Ergreifens der göttlichen Wurzel in uns selbst und des Zusammenhanges mit Gott, der nicht durch Bild oder That zu fassen sen, sondern daß er in uns lebe und wirke. Und weil diese Negation als Abstreifen alles Vaterländischen Localen und Besonderen nicht der einzelnen Race, also wieder der Besonderheit angehören konnte, mußte sie grade als dessen Gegensatz, das Allgemeinste für alle, als allgemein menschliche Wahrheit gesetzt werden. Würden wir nun, bei so bestehendem Christenthum und der durch dasselbe erst möglichen Ethik, die Frage aufwerfen, trägt dasselbe in sich als nothwendige Folge Druck und Verfolgung der Juden, so wäre dies nichts als erbärmliche Lästerung, wir meinen nämlich rücksichtlich der Religion, die Paulus^) hatte in den Worten: „und wenn ich weissagen könnte, und wüßte „alle Geheimnisse, und alle Erkenntniß und hätte allen 36) Corinther 13, 2. „Die Liebe ist langmüthig und freundlich, die Liebs eifert nicht, die Liebe treibet nicht Much- Willen: sie blähet sich nicht. V. 4.