Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums · 1823-01-01 · 1 (1823) · p. Seite 41

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
Volume
1822-1823
Issue
1 (1823)
Date
1823-01-01
Page
Seite 41 (sequence 53)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2969091-2969092-2969093--055-2969158
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

4t der sie standen/ zu vermehren. Das (ZuaZiaeunyua volss ^uclaei Lomnia venclunt? des Juve« al^^) ist ja die Parole geworden, die vom Vespasianus bis auf die neuesten Gassenbuben leider mit Recht dieselbe hat bleiben dürfen, weil die Staaten Hch mehr bemüht hatte»/ sie bleibend zu machen, als sie zu verändern. Wenn aber die Summe der Untersuchung über das Verhältniß des heidnischen Roms und der Juden die war: bei völliger aus dem Wesen der Sache selbst hergeleiteter gesetzlicher Freiheit der letzteren, facrischer aus dem Conflict äußerer und innerer Umstände hervorgehender Druck, so bietet uns die nachconstantinische oder christliche Kaiserperiode grade das umgekehrte Ergebniß dar, welches also wäre bei dem Grundsatze dex Unterdrückung und der gesetzlichen Ausschließung, daS factische Abspringen von diesem Grundsatz, und die willkührliche Begünstigung. Wir leiten aber zur Ein« ficht in dieses Ergebniß also. Die Lichtreligion des erhabenen Stifters der christlichen Kirche, war nicht in ihrer apostolischen Gestalt an die Nachfolger der Cäsaren gekommen. Wenn das mythische Heidenthum seinen Gott, daß es sein Anschauen recht bequem habe, in die Region des täglichen Gesichtskreises hinabgezogen, und weil das physische Auge immer eines RuhcpunkteS bedarf, welcher nichts anderes ist, als die endliche Beschränkung in Zeit und Raum, auch Gott dieser Beschränkung gemäß in ein Fachwerk getheilt, wenn das Judenthum zwar einestheils dieses Herabziehen der Gottheit in die Besonderheit des sinnlichen Gesichtskreises vernichtet, weil die kräftige und einen Gedanken- 35) VI. 646-.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.