Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 1 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 41 (sequence 53)
- Language
- German
- Belongs to
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4t der sie standen/ zu vermehren. Das (ZuaZiaeunyua volss ^uclaei Lomnia venclunt? des Juve« al^^) ist ja die Parole geworden, die vom Vespasianus bis auf die neuesten Gassenbuben leider mit Recht dieselbe hat bleiben dürfen, weil die Staaten Hch mehr bemüht hatte»/ sie bleibend zu machen, als sie zu verändern. Wenn aber die Summe der Untersuchung über das Verhältniß des heidnischen Roms und der Juden die war: bei völliger aus dem Wesen der Sache selbst hergeleiteter gesetzlicher Freiheit der letzteren, facrischer aus dem Conflict äußerer und innerer Umstände hervorgehender Druck, so bietet uns die nachconstantinische oder christliche Kaiserperiode grade das umgekehrte Ergebniß dar, welches also wäre bei dem Grundsatze dex Unterdrückung und der gesetzlichen Ausschließung, daS factische Abspringen von diesem Grundsatz, und die willkührliche Begünstigung. Wir leiten aber zur Ein« ficht in dieses Ergebniß also. Die Lichtreligion des erhabenen Stifters der christlichen Kirche, war nicht in ihrer apostolischen Gestalt an die Nachfolger der Cäsaren gekommen. Wenn das mythische Heidenthum seinen Gott, daß es sein Anschauen recht bequem habe, in die Region des täglichen Gesichtskreises hinabgezogen, und weil das physische Auge immer eines RuhcpunkteS bedarf, welcher nichts anderes ist, als die endliche Beschränkung in Zeit und Raum, auch Gott dieser Beschränkung gemäß in ein Fachwerk getheilt, wenn das Judenthum zwar einestheils dieses Herabziehen der Gottheit in die Besonderheit des sinnlichen Gesichtskreises vernichtet, weil die kräftige und einen Gedanken- 35) VI. 646-.