Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Journal
- Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums
- Volume
- 1822-1823
- Issue
- 1 (1823)
- Date
- 1823-01-01
- Page
- Seite 39 (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
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39 weil auch hier eine verächtlich scheinende Ascetik vorkommt/ der ja das Christenthum seine glücklicherweise jetzt bezwungene Mönchsregel, und sein gebrochenes Klosterunwesen zu verdanken hat. III. Wenn aber absondernde Sitte, vollkommener Gegensatz des geistigen Seyns, und daraus hervorgehende Einseitigkeit und Unkunde keinen Moment darboten, die Juden in Einverständnis wenn auch mit dem polytheistischen Rom zu setzen, sondern eine schroffe Scheidewand zogen, die in dem allgemeinen Umstände, daß ste sich zu einer anderen, als der hergebrachten Religion bekannten, keinesweges lag, so kamen noch andre äußere Umstände dazu, den sich erhebenden Zwiespalt zu verstärken. Die christliche Kirche war schon in den Anfangen der Kaiserzeit aus der jüdischen Synagoge hervorgegangen, aber die Römer, die, wie gezeigt worden, wenig Lust hatten in das Wesen theologischer Streitigkeiten tiefer einzugehen, sahen in beiden nur eine, innerlich aber selbst mit einander überworfene, und in Streitfragen befangene Religionspartey. So die Verwechselung der Juden und Christen, als die letzteren schon längst aufgehört hatten eine jüdische Secte zu seyn, in mannigfachen Zeugnissen der Alten hervortretend, am stärksten vielleicht in einer Stelle des Suetonius 22). Es konnte sich die Duldsamkeit der Römer aber nicht so weit erstrecken, thöricht scheinender Dogmatik, und ihrem Knappenthum der Controverse, einen kleinen Unterschied: „esäeniyus cura ec äv io5er»i ,)sr5U->