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Jeschurun · 1869-07-01 · Heft 4 (Juli 1869) · page 39

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1868-1869)
Issue
Heft 4 (Juli 1869)
Date
1869-07-01
Page
– (sequence 39)
Language
German
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Judenbekehrung und Judenverfolgungen in Rumänien. 295 machen hatten, und Wunderdinge kamen zum Vorschein. Der große Mediator mußte nach einiger Zeit, trotz seiner Gewalt über die Kewohner der Gcisterwelt, Bukarest verlassen. Einige andere Mitglieder der englischen Mission haben ihrerseits einen b< schien, das heißt einen praktischeren Lebenszweck für sich erwählt: sie wandten sich dem Handel und der Diplomatie zu, und jo ist denn der Eine von ihnen Consul in Giurgewo, der Andere Kaufmann in Bukarest geworden. Die meisten behandeln ihren Missionsposten als eine Zwischenstation, als Mittel zum Erwerb des nöthigen Geldes, um damit irgend ein anderweitiges Geschäst zu beginnen oder ihr früher betriebenes Gewerbe wieder vorzunebmen. Ich habe in Len größeren Städten!der Levante, in Smyrna, Beyrut rc. Herren dieser Kategorie kennen gelernt, die still ihrem bürgerlichen Berufe nachzingen und auf ihre frühere Missions- Tätigkeit nicht besonders gut zu sprechen waren. Die englische Mission besitzt in Syrien eine Colonie, wohin dre b kehrten armen Iueenfamrlien geschickt werden, dort unentgelt-!ich Aecker, G-räthschaften und auch Geld erhalten, um Ackerbau zu betreiben. Ich besuchte diese Station; sie liegt unmittelbar bei Jaffa, ist aber leider tu einem tehr trostlosen Zustande, und man ging, wegen Mangels art Colonrsten, schon mit der Idee um, das Ganze wieder zu verkaufen. Mir der Bekehrung har es überhaupt eine eigene Bkwandtniß. Die Bukarester äußerst kleine Proselyten-Gemeir-dü lebt in widriger Lieblosigkeit, in Zank, Hader und Zerwürsniß unter einander; man sieht es ihren Mitgliedern an, daß sie nur irgend eines zeitlichen Vortheiles wegen diese ihre gegenwärtige Maske tragen, — ja, diese Maske sieht man tönen nur zu deutlich an, und oft kommt es denn a..ch vor, daß die Bekehrten rückfällig werden, oft auch, daß sie sich Dinge zu Schuld׳.n kommen lasten, die ihre Entfernung nach sich ziehen. Die Missionaire nämlich, um ihrer Heimatb Beweise ihres Eifers und ihrer Geschicklichkeit zu geben und somit Ansprüche aus Fö:Lurung zu haben — vielleicht und sehr wahrscheinlich aus viel näher liegenden Gründen —, spüren vernnglückten Iudenfamilien nach, denen sie goldene Aussichten eröffnen, wenn sie in die ihnen geöffnete Kitchs ei!zutreten sich entschließen. Mir sind selbst ein paar Familien bekannt geworden, die sich durch solche

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