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Jeschurun · 1869-07-01 · Heft 4 (Juli 1869) · page 30

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1868-1869)
Issue
Heft 4 (Juli 1869)
Date
1869-07-01
Page
– (sequence 30)
Language
German
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286 Der achte Psalm. nicht zu entkräften vermögen, die Stimme, die von dort herab zu jedem noch nicht ganz verderbten Mensche» spricht, werden sie doch «üht übertäuben können, und die Frage, die von dort herab jedem Menschengeist und jede« Mevscheagemüthe sich stellt, und die der Prophet in seinem: ״ שאז מחם עיניכםrichtet zur Höhe euer Aug ״und sehet" gefaßt, ״wer hat diese geschaffen? wer isi's, der ihr ״Heer gezählt hinauSführt, der Jegliches mit Namen ruft, daß, wie ״reich auch an Wirkung, wie mächtig auch an -rast, doch Kein- ״aus der gewiesenen Bahn sich sondert?" die Frage werden sie doch mit allen Waffe« der Wissenschaft in aller Ewigkeit nicht aus dem gerade und gesund gebliebenm Menschengeiste tilgen können; und auf diese, jeden» als עולל ויונק ins Weltdasein tretenden Menschen immer in neuer, mächtiger Frische sich stellenden Frage werden sie mit aller wiffenschaftlichen Dialektik in aller Ewigkeit keine andere Antwort gs geben haben, als die auch jedem unverdorbnen Menfchenkinde als Wahrheit sich bezeugt. Mit dieser höchsten Frage, mit dieser Frage aller Fragen, tritt das Kindesgemüth unserer עוללים ויונקים in das wahre Menschen- und Weltbewußtfein ein, und der an Weisheit gerefftest« Menschengeist findet nur in derselben Antwort sein alle Rätsel lösendes Genüge, die von Hm bereits als Kind begriffe« wurde, und ihm' den zu betretenden Weg seiner Geistesentwicklung «leuchtet. So lange es absurd bleibt, ein Buch ohne Autor, ein zweckdienendes Werk ohne schaffenden Meister zu denken, so lang« es die Absurdität alles Absurden bleibt, sich einzureden, man sei eben der Schöpfer der Gedanken, die man ans einem Buche herausliest, kein Deuker habe seine Gedanken in das Buch niedergelegt, die der Leser nur nach-denkeud in seinem Inner« wiederschafft, sondern gedankenloser Zufall habe Zeichen in daS Buch hineingewürfelt, die erst der denkende Leser zu Gedanken combinirt: so lange wird es für alle Ewigkeit als das Absurdeste aller Absurditäten begriffen werde«, und selbst עוללים ויונקום werden es als absurd begreifen, daS in Himmel und Erde vorliegende, tauseudsälttgen Zwecken mit tausendsättigen Miltzln dienende Welteswerk ohne schaffende« Meister, die i» jchem SBcfen, jeder Kraft sich offenbarende Gesetze ohne Gesetzgeber, die von dem forschend« Menschengeistr in der Natur ent-

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