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Jeschurun · 1869-07-01 · Heft 4 (Juli 1869) · page 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1868-1869)
Issue
Heft 4 (Juli 1869)
Date
1869-07-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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Der achte Psalm. 2&4 rmd das arme unspekulative Geschlecht dem Dogma des Nihilismus seiner Geistes Heroen blindlings -erkauft wäre : so wäre allerdmgS leicht die Zuversicht in die einstige Allverbreitung der reinen Gottes- und Meuschenerkenntniß ein gutmüthiger Traum, wäre wenigstens auf Jahrhunderte, Jahrtausende hinaus leicht zu vereiteln. So aber nicht. Die am Himmel aözulesende Überschrift ist für Jeden verständlich. Es bedarf dazu nicht erst einer gelehrten Verdolmetschung. Jedes rein und unrerderbt, verständig klar gebliebene Menschengemüth versteht die Sternenschrift am Himmel — und mit jedem neugebornen Menschenkinde tritt ein reines unverdrrbt.es Menschengemüth, ein für dies Verständniß klar begabter Meiffchengeist, tritt eine reine Seele ins Menschendaseiu, ausgerüstet für die reine Gotteserkenntnch und die reine Gotteshuldigung; und wie irr einem Therach'shause und einer Therachwelr ein Abraham- Kind geboren werden konnte, das seinen Sott vom Sternenhimmel las und mit seiner Knabenweisheit den grauen Wahn der alten Götter zerschlug, so steht noch heute an der Wiege eines jeden neugebornen Menschenkindes die Hoffnung der Gotteszukunft mit immer erneutem Muthe, und wenn einmal einem ganzen herangewachseneu Geschlechte das reine Gottes- und Menschcnbewußtsein abhanden gekommen sein sollte, in ihren Kindern schon sieht das Gottesreich seine Kämpfer und Sieger erneut. TTmr לכמן: Gäbe es sicht von je immer wieder und wieder bis zur endlichen גתיח, bis zur endlichen GePes- und Gesinnrrngslauterung der Menschheit, Bestrebungen, die dem Vorhandensein Md der Herrschaft des Gotibewußtseins und des dadurch bedingten Bewußtseins der hohem sittlichen Dignität und Bestimmung des Mensch« feind sind, und um der Emancipation und der Apotheose der Sinnlichkeit willen, den Gottesgedanken aus dem Kreise der Mensche« zu verdrängen bestrebt find: so bedürfte es nicht erst des HinarffbliK zum Himmel, um Gott und sich vor Gott zu finden. Das «grne Selbstbewußtsein, der Blick auf sich selbst und in sich selbst rmd die unverfälschte Stimme des Gewissens verkündeten dem unverderbt und uuverleitet gebliebenen Menschen aus dem eigene« Juner« seinen Gott und sich. Allein nicht erst von heute, so alt wfe die Sinnlichkeit wob der eben um seiner höher« Freiheit willen

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