Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1868-1869)
- Issue
- Heft 4 (Juli 1869)
- Date
- 1869-07-01
- Page
- – (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Der achte Psalm. 28S ritl אוד und עוד, wie viel Wirkungsvermögen und Daseinskraft in einem Wesen ist. אשר תנה הודך על השמים heißt somit: Der du tat Ausdruck deiner Daseins- und Kraftfülle an die Himmel gegeben und giebst. Hoch über die Häupter der Menschen hat Gott rin Buch ausgespannt und darin seinen Namen, die Verkündung seines Daseins und seiner Schöpfermacht geschrieben. Dadurch, weil die Menschen diese Gottesschrift nicht auslöschen und nicht fälschen Anne», und diese Gottverkündung zu allen Menschen in allen Zungen spricht, dadurch und darauf ist die in der ersten Hälfte des Verses ausgesprochene Zuverstcht in die endliche Verbreitung der Ootteserkenntniß über die ganze Erde begründet. Es heißt aber absichtlich nicht נתח הודך, sondern חנה, so viel als תת, aoristisch. Gott hat nicht nur Einmal mit dem ersten Schöpfungsmoment der Himmel, ein für alle Mal, sein Dasein und seine Machtfülle offenbar gemacht, diese Dasein-- und Machtoffenbarung Gottes ist eine fortwährende; nicht nur der Augenblick ihres Entstehens, jeder Augenblick ihres Bestehens verkündet sie, ist ein Produkt, somit eine Verkündung seiner Gegenwart und seiner Macht; mit jedem fottlaufenden Moment des Weltdaseins ist eine Offenbarung der Vottesmajepät gegeben. מפי עוללים ויונקים יסדת עוז, aus dem Munde von Kindern und Säuglingen hat Gott dadurch sich eine nicht zu überwindende Macht gegründet. Wäre die an die Himmel geschriebene Verkündung des Vottesdaseins und der Gottesmacht nur für auserlesene Geister verstündlich, gehörte dazu eine philosophisch gereifte Bildung, die gelchtte Erschöpfung aller Wiffenschaft im Himmel und auf Erden, «üßte man, um mit dem Gottesworte zu reden, Oceane durchschiffm, Himmelshöhev erklimmen, um Gott zu finden, wäre überall der Tottesgedanke nur als letztes Resultat einer in vollendeter Veistesreife angestevten, Wahrheit suchenden Spekulation zu erlangen: so wäre allerdings das Gottesreich auf Erden gefährdet. Es wäre das Menschengeschlecht an die Erkenntniß weniger auserlesener Heister gewiesen, und wenn die einmal irregehen, wenn — wie dies vnser Lied sofort andeutet — der Gottesgedanke einmal unbequem geworden, und eine voreingenommene Spekulatton sich vielmehr eine Temonstration des Richtdaseins und der Richtherrschaft Gottes, und damit zugleich der Nichtgöttlichkeit des Menschen zum Ziele gesetzt,