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Jeschurun · 1869-07-01 · Heft 4 (Juli 1869) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
15 (1868-1869)
Issue
Heft 4 (Juli 1869)
Date
1869-07-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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272 Die pathologische Anatomie des Talmud. Rippen sich nach- Innen biegen und die Lungenoberflache verletzen. Von Innen durch die mannigfachen Organerkrankungen der Lunge^ z. Br Tuberculos^ GaugtÄn rc. Der Talmud kannte diese beiden Entstehungsarte« sehr wohl, denn er unterscheidet, wie schon erwähnt, aufs Genaueste eine ifolirte Verletzung der äußeren Haut, M »ar durch äußere Ursache«, und eine ifolirte der innen! Haut, die nur von Innen heraus entstehen Kmnte. Andererseits wird bei allen Organerkrankungen der Lunge, die nur irgendwie die Con- Deuz ihres Gewebes beeinträchtigen, darauf hingewtesen, daß sie Kr׳ Durchbohrunge« der Lungenvberfläche und zwar in diesen Fällen von Innen Heraus führen können. Die Meisen des Talmuds waren aber auch tiefer in die Pathologße dieser Läfionen eingedrungen und zeigen uns sowohl in Betreff der Pathologie und Diagnöfi als auch in Beziehung aus zuweilen eintretende Heilungen, deren Bedingungen sie in der klarsten Weife eruirt hatten, welch' tief eingchendes Studium und welch' klare Beobachtung ihnen zu Gebote stand. Wir beziehen uns hier , vor Allem auf einen Satz Rabbi Josefs,*) der gewiß unser höchstes Interesse in Anspruch nimmt. Wenn eine Lunge beim Aufblasen ein Geräusch hören läßt, das aus ausströmende Luft und demgemäß auf eine Continmtätstremmng ihrer Oberfläche hin weist, so unterscheidet er zwei Fälle. Erkennt man wo der Ton der austretendes Äfft entsteht, so giebt er den Rath: man solle eine feine Feder, etwas Speichel oder Stroh auf vie verdächtige Stelle legen. Bewegt flch das Daraufliegende, so sei das ein Beweis, daß beide HLste der Lungenoberfläche durchbohrt feien und nicht bloß die inurre, fodaß die äußere den freien Austritt der Luft in die Pleurahöhle bei Lebzeiten verhindert hätte. Erkenne man aber nicht die Stelle, wo der Lustauskritt erfolge, so bringe man die Lunge in eine mit lauwarmem Waffer gefüllte Schüssel und blase sie auf. Bewegt flch das Waffer durch aufsteigende Luftblasen, so beweist dws die Durchbohrung auch der äußern Haut; bleibe das Waffer oft* ruhig, so verhindere die äußere Haut den freien Austritt der Lust und das Geräusch entstehe durch Luftausttitt enter die äußere Haut. ״Die Lust entweicht durch die Oeffnung, wird aber am freien ») Ckvtö* p. 46 V

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