Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1868-1869)
- Issue
- Heft 3 (April 1869)
- Date
- 1869-04-01
- Page
- – (sequence 62)
- Language
- German
- Belongs to
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24t) Die Verdieiche Herderum die Juden rc. st's, einen Freistaat zu gründen, dessen Obetherr, ein unsichtbares Wesc», nur Opfer der Liede, des Dankes und der Rrinigkeit vn. langt und seine Befehle durch Licht und Recht spricht; —- dte stärksten der übrigen Propheten wirkten nur durch den Finger sekrws Arms, die aufgeklärtesten glänzten nur im Wiederfcheine seine- Antlitzes Mit deffelbeb zurückgeworfenen Strahlen." — — Auch die übrigen Propheten und Sänger Israels verherrlicht H. mit begeisterten Worten. ״Welchen Dichter Griechenlands und Roms" fragt er seine mit der heidnisch-clasfischen Poesie Abgötterei treibenden Zeitgenossen' — wagen wir in Ansehung der erhabene« Moral und des umfassenden Nationalgeistes neben einen Jesajas zu stellen? und welch ein König der Aegypter, Scyther und Indier hak wke David gesungen und gelehrt?" Jesajas ist nach seiner Ueberzeugung der größte, originellste und gedankenreichste unter de« Propheten; er ist der ״Adbr mit dem Sonnenblick mit de« ätherischen Schwünge"; das Lied Debora Hs hält er für das ״älteste pindarische Heldenlied, das die Welt kennt", worin Poesie, Musik und Tanz in schönster Harmonie sich vereinigen; dir Bücher der Richter und Könige entbalten ״Meisterstücke der historischpoetischen Erzählung." Im Buche der Psal men sieht man ״jede kleine Welle der Empfindung sich kreisen, wie der Himmel sich nur im Hellen Meere malt." ״Der Gesang eilt von Spruch zu Spruch wie von Gebirge zu Gebirge; er beruht schnell, aber tief, und wiederholt die Berührung lieber; er matt seine Gegenstände im Fluge. Alle Lieder voll Hirtenunschuld und Schäfer-Empfindung wolle« eine stille und ruhige Seele; auf ein verkünsteltes, spottendes Grmüth kann keine seiner Schönheiten wirken. So malt der Himmel sich nur im Hellen Meere, dcffen Spiegel nicht getrübt wird vom Tosen des Sturmes." Vom Buche Koheleih sagt er (Briefe d. Studium der Theologie LcL.effend S. 147) u. A. ״-Kern Bich ist mir aus dem Alterthume bekannt, das die Summe des^ menschlichen -Lebens, seine Abwechselungen und Nichtigkeitrn, in Geschäften, Entwürfen, Spekulation und Vergnügungen, zugleich mit dem, was einzig in ihm wahr, dauernd, fort gehend, lohnend ist, reicher, eind»ück!ichs> kürzer -«schrieb-, als dieses. Ein Königswerk! — wie denn auch viel« Männer von Geschäften und Erfahrung, wenigstens in ihre»