Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 15 (1868-1869)
- Issue
- Heft 3 (April 1869)
- Date
- 1869-04-01
- Page
- – (sequence 58)
- Language
- German
- Belongs to
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SM Di« SajMtnfie $««fe**3 0» di» Joden tc. feie WMHache; ihr Hrmptzweckist: Die VerflüchKgung alles P-. WiDM uvk Hestörische« in derBibel; ihr Endziel: durch Berjpotttug und ׳ höhMche: Bekrittelung des göttlichen Wortes zu zeige», b«ß V4v hei big e» Schrtften nlcht mehr die Norm abgehen könnten für unser religiöses und praktisches Erben. Diese Att der Schrfftauslegung ist übrigens kein einzelner, »»» Eavsaknexus abgesondertes Phänomen: es ist Nichts, als ei» Rmg vr der Kette des unser Jahrhundert beherrschenden Atheis- M«s^ jenes AtheiSmuS, der es sich zu seiaer Aufgabe gesetzt hat, den Ewigen, der Schöpfer, Erhalter und Regierer der Welt ist, aus dieser Welt zu verdrängen, das Göttliche in der Natur und der Menschenbrust zu ersticken und durch allerlei Lügen und Sophismen K« Beweis zu führen, daß die Bibel nicht von dem Herren der berHerrsthaarm herrühre, sondern ein leidliches, freilich in einzelne« Partien absurdes, Mensche «wer t wäre, woran viple, mehr oder Müder geistreiche Köpfe gearbeitet hätten, und deren Weltrmd Maturanschmmngen, voll des Aberglaubens und der Rnrvifsenheit ihrer Zeit, sich nicht erheben zum Begriff einer ״höheren, freie» mrd «irren Menstbliükeit", sondern vielmehr auf einem beschränkten, vvn -Dmserer in Kunst und Wissenschaft, Philosophie und Natur- Mffrnsthaften so ״fortgeschrittenen, aufgeklärten" Zeit längst über- «nndemm Standpunkte stünden!! — Das vorhergehende Jahrhundert war so glücklich, in Herder einen Mann erstehen zn sehen, der — obzwar dem Christenthn« augehöreiÄ — für das Kleinod Israels, die Bibel, mehr Begeistern ng, Opferwiüigkeit und wissenschaftliches Verstand um im Herzen barg, als alle an der nicbtverstaadenen ״Reform" kränkeln* de« jüdischen Gelehrten seiner Zeit zusammengenommen.? Durch die trefstiche, meist gelungene Uebersetzung vieler poetischen «uh prosaische« Stellen der Bibel, sowie durch die kühne, originelle »ad höchst anregend« Auffaffung der orientalischen Poesie überhaupt bewirkte A — wie schon oben bemerkt worden ist — eine ganz «eve Epoche im Studium der orientalischen Sprachen im AKgemeinen, Md speciell der biblischen Exegese und Hermeneutik, und Mig hiedurch außerordentlich viel dazu bei, daß das Judentbum in seinem ungetrübten Lichte erschien mrd auch bet den christlichen Gehchrtz» eine stets wachsende Beachtung und Würdigung sich errang.